Die Proteste der Woche : Wofür und wogegen in Berlin demonstriert wird

Ungefähr 13 Demonstrationen gibt es in Berlin an jedem Tag. Lesen Sie hier, wann, wofür und weshalb die Menschen in dieser Woche auf die Straße gehen.

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"Wir sind es wert". Streikendendes Pflegepersonal der Charite auf einer Demonstration in Berlin.
"Wir sind es wert". Streikendendes Pflegepersonal der Charite auf einer Demonstration in Berlin.Foto: dpa

4950 Demonstrationen gab es im vergangenen Jahr in Berlin. Laut Polizei ebbt die Protestwut in den Sommerferien etwas ab. Übrig bleibt noch eine Menge. Eine Auswahl:

Montag:

Beginn des 29. Abendspaziergangs von Bärgida ist am Hauptbahnhof um 18.30 Uhr. 200 Teilnehmer ziehen bis zum Brandenburger Tor und zurück. Zwei Gegendemos sind angemeldet. Auch in Marzahn wird wieder gegen Flüchtlinge demonstriert, wie jeden Montag um 19 Uhr an der Landsberger Allee, Ecke Blumberger Damm (nur noch 70 Teilnehmer erwartet). Wie das „Bündnis für Demokratie und Toleranz" am Montag mitteilte, sind die bei der Polizei direkt am Containerdorf angemeldeten Proteste abgesagt worden, weil das Flüchtlingsheim mittlerweile bezogen worden ist und man die Menschen dort nicht mit einer Kundgebung stören wolle. Auch die Heimgegner dürfen nach Angaben des Bündnisses nicht mehr an der Kreuzung Landsberger Allee Ecke Blumberger Damm demonstrieren sondern müssen Abstand halten.

Dienstag:

„Nein zum Containerdorf in Falkenberg“ heißt eine Demo von der Egon-Erwin-Kisch-Straße bis zur Schwarzwurzelstraße mit 100 Teilnehmern ab 19 Uhr.

Mittwoch:

Kundgebung „Drei politische Morde unter Beobachtung des französischen Geheimdienstes“ auf dem Pariser Platz mit 50 Teilnehmern von 12 bis 13 Uhr. Kundgebung „Gedenken an die Opfer von Utöya“ vor den Nordischen Botschaften in Tiergarten, Rauchstraße, 100 Teilnehmer von 18 bis 19 Uhr.

Donnerstag:

Kundgebung „Verbrechen der ukrainischen Regierung“ vor der Russischen Botschaft Unter den Linden, 20 Teilnehmer, 13 bis 16 Uhr.

Freitag:

Kundgebung „Freier Zugang nach Liberland“ vor der kroatischen Botschaft in der Ahornstraße in Schöneberg, 20 Teilnehmer, 16 bis 17 Uhr. Laut Selbstbeschreibung im Internet ist die „Freie Republik Liberland“ ein sieben Quadratkilometer großer „Staat“, der auf einem zwischen Serbien und Kroatien umstrittenen Stück Wiese an der Donau liegen soll.

Sonnabend:

15 000 Teilnehmer erwarten die Organisatoren vom „Zug der Liebe“. Dieser führt ab 14 Uhr mit 15 Lautsprecherwagen von der Petersburger Straße zum Treptower Park. „Der Zug der Liebe ist eine politische Demonstration – und keine neue Loveparade“, heißt es.

Sonntag:

Kundgebung „Meditation für den inneren und äußeren Frieden“ auf dem Pariser Platz mit 15 Teilnehmern von 12 bis 13 Uhr.

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