Berlin : Die Radiologin

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Name: Lisa Regitz-Jedermann, 51

Beruf: Fachärztin für Radiologie. Außerdem designierte Leiterin des „Referenzzentrums für Berlin und die Neuen Länder“ beim Mammografie-Screening-Programm, das 2006 hier anlaufen soll.

Alltag : In einer radiologischen Praxis werden Röntgenaufnahmen, Computertomogramme und Kernspintomogramme gemacht. Lisa Regitz-Jedermann ist seit Jahren auf Bilder der weiblichen Brust spezialisiert: In der Spezialpraxis am Kapweg in Reinickendorf, wo sie arbeitet, werden jedes Jahr 5000 Patientinnen untersucht. Findet sie Veränderungen, die man durch Abtasten noch nicht erkennen kann, dann steigen die Heilungschancen deutlich; bisher kommen allerdings vorwiegend solche Frauen zur Mammografie, bei denen schon ein Verdacht besteht. Im Jahr 2002 hat der Bundestag aber beschlossen, allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren dieses Angebot zu machen. Das Mammografie-Screening wird künftig ausschließlich in qualitätsgeprüften Zentren stattfinden, alle Bilder werden von zwei speziell ausgebildeten Ärzten begutachtet. „Die Teilnahme am Screening wird etwas anderes sein als ein normaler Arztbesuch“, sagt Lisa Regitz-Jedermann, „schließlich sind und bleiben 96 Prozent der Frauen gesund“. Nur bei etwa vier Prozent zeigt sich im Bild eine Auffälligkeit. Aber selbst das ist längst nicht immer Krebs.

Foto: Mike Wolff/Text: aml

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