Berlin : Die Reiter-WM beginnt mit Show in Berlin

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Klaus Wowereit lässt das Stofftier fliegen. „Turbulenzen!“, scherzt er und schwingt das Plüschpferd Karli für die Fotografen durch die Luft. Alle haben heute gute Laune. Alle, das sind die Veranstalter der Weltreiterspiele in Aachen und Klaus Wowereit, die sich am Donnerstagmorgen in der Mercedes-Welt am Salzufer trafen. Dieser Termin war dem Regierenden Bürgermeister offensichtlich wichtig: Ganz kurzfristig, innerhalb von zwei Tagen, fand er eine Stunde Zeit. Es musste so schnell gehen, weil die Genehmigung für die Pferdeshow vor dem Brandenburger Tor erst vor ein paar Tagen erteilt wurde.

Jetzt aber steht fest: Am 6. August wird am Brandenburger Tor ein Stadion mit 2000 Sitzplätzen aufgebaut sein. Für eine Show um 18.30 Uhr, zur Begrüßung der Weltreiterspiele. Die WM der Reiter startet zwar erst zwei Wochen später in Aachen, aber vorab soll die Hauptstadt die Gäste aus aller Welt begrüßen. „Nach der Fußball-Weltmeisterschaft sind die Weltreiterspiele das sportliche Großereignis dieses Jahres“, sagte Klaus Wowereit. Die Show vor dem Brandenburger Tor – „das eine gute Plattform für die gesamte Republik ist“, so Wowereit – soll anderthalb Stunden dauern. Der Eintritt ist kostenlos, es sind Vorführungen aller sieben WM-Disziplinen geplant: Dressur, Springen, Fahren mit der Kutsche, Vielseitigkeit, Westerndressur, Voltigieren, Distanzreiten. Die deutsche Spring-Equipe reist an, die Dressurreiterinnen Isabell Werth und Nadine Capellmann werden eine gemeinsame Kür reiten. Das ist ziemlich ungewöhnlich – sie gelten als Konkurrentinnen um die Spitzenplätze bei den internationalen Turnieren.

Wowereit erhofft sich durch die Show „neue Impulse“ für den Sport in Berlin und Brandenburg, denn hier sehe es mit dem Pferdesport „nicht so rosig aus“, obwohl viele Menschen interessiert seien. Auch vergaß er nicht, die Olympiapläne anzusprechen: „Wir fühlen uns fit für 2020.“ Ansonsten: Berlin wird sich auf die Organisatoren aus Aachen verlassen können, von ihrem Turnier ist man Perfektion gewöhnt. So trägt etwa das Maskottchen Karli, ein Pferd, im Gegensatz zum Kollegen Goleo eine Hose. jea

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