Berlin : Die Retter der Blasmusik

Die Band „beat’n blow“ kombiniert Soul, Funk und Popmusik

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Noch können sie von Auftritten und Plattenverkäufen nicht leben. Im Herzen sind die Posaunisten, Trompeter und Saxofonisten der Band „beat’n blow“ zwar Straßenmusiker – um Geld zu verdienen, müssen einige von ihnen aber auch für Schlagersänger wie Mary Roos spielen. Vielleicht nicht mehr lange: „beat’n blow“ entwickeln sich vom Geheimtipp zu Hoffnungsträgern in der deutschen BlasmusikSzene. Im vergangenen Jahr erhielten die elf Musiker ihren ersten Plattenvertrag. Am heutigen Samstag feiert die Berliner Band, die Soul, Funk und Popmusik kombiniert, ihren zehnten Geburtstag mit einem Konzert in der Backfabrik.

„In vielen Blasmusik-Verbänden gibt es unglaubliche Umbrüche“, sagt Trompeter Stephan Goecke. „Viele junge Leute wollen mit ihren Instrumenten was total Hippes spielen. Aber der Blasmusik haftet immer noch ein ziemlich verstaubtes Image an. Wir haben sie auf unsere Art modernisiert.“ Die zwei Sängerinnen von „beat’n blow“ singen in Megafone, die Musik wird mit Beats unterlegt. Bandmitglied und Tenorsaxophonist Uwe Dohmt betont: „Bei unseren Konzerten gibt es keine synthetischen Sounds.“ Mittlerweile unterrichten „beat’n blow“ sogar an Musikschulen. „Viele verstehen uns als Retter der Blasmusik“, sagt Trompeter Goecke. Aufgetreten ist die Band schon auf vielen renommierten Jazzfestivals, unter anderem in Bremen, Düsseldorf und Potsdam.bj

Beat’n blow treten am Samstag im „Taucher“in der Backfabrik Prenzlauer Berg, Saarbrücker Straße 36a, auf. Das Konzert beginnt um 21 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt acht Euro. Das aktuelle Album der Band heißt „Time“ und ist bei Traumton Records erschienen.

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