Berlin : Die Schlaflaboranten

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von links: Beate Diecker, 39, MTA. Martin Glos, 36, Medizinphysiker. Isabel Möbus, 26, Studentin. Ingo Fietze, 45, Leiter Schlafmedizinisches Zentrum der Charité

Alltag

Man kann ganz gesund sein und sich trotzdem fühlen wie nach einer Grippe – wenn man schlecht geschlafen hat. Schlafprobleme betreffen zehn Prozent der Bevölkerung: Einschlafschwierigkeiten, Atemaussetzer, Schnarchen, Schlafwandeln, Zähneknirschen oder das Restless-Legs-Syndrom, bei dem der Mensch sich selbst durch Muskelzuckungen aufweckt. Etwa 3000 Patienten kommen mit solchen Problemen im Jahr in die Charité, etwa 400 müssen zur Feindiagnose ins Schlaflabor zu Ingo Fietze und seinen Kollegen auf dem Bild. Da stehen vier Betten, und die Patienten bekommen Elektroden auf die Stirn für die Messung der Hirnströme und auf die Lider zur Messung der Augenbewegungen, sie bekommen Gurte um den Bauch, um den Atem zu zählen, einen Clip an den Finger, der die Sauerstoffsättigung im Blut ermittelt und einen Fühler, der die Körperlage registriert. Nach so einer Nacht wird dann die Therapie festgelegt. Atemaussetzer lassen sich zum Beispiel mit Überdruckmasken lindern. Schnarchern empfehlen die Ärzte aber oft ganz einfach: abnehmen. Zu erreichen sind die Schlaflaboranten unter 450513120.Foto: Mike Wolff/Text: rcf

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