Berlin : Die schnelle Reaktion des Personals verhinderte schlimmere Folgen

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Dank der schnellen Reaktion des Personals im Krankenhaus Neukölln an der Rudower Straße blieben die Folgen eines Brandes in der Nacht zu gestern relativ glimpflich. Vermutlich durch eine heimlich gerauchte Zigarette, die dann auf das Bett fiel, war in einem Patientenzimmer gegen 1.30 Uhr gestern früh die Matratze in Brand geraten. Die Feuerwehr brachte 30 Patienten und zwei Schwestern in Sicherheit.

Der als psychisch labil bezeichnete Patient, der das Feuer verursacht hatte, zog sich eine Rauchvergiftung zu. Er kam zur weiteren Behandlung auf die Intensivstation der Klinik. Von den anderen Patienten der Station erlitten zehn leichte Rauchvergiftungen. Die Krankenhausmitarbeiter blieben unversehrt. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Pfleger und Schwestern schon die meisten der Patienten aus der betroffenen Krankenhaus-Abteilung in Sicherheit gebracht

Die bei dem Brand entstandene Hitze beschädigte nach Auskunft der Polizei in dem Krankenzimmer eine Sauerstoffleitung. Durch den ausströmenden Sauerstoff wurde eine Verpuffung ausgelöst, bei der sämtliche Fensterscheiben in dem Zimmer zerbarsten. Der entstandene Sachschaden in der Klinik wurde gestern vom Bezirksamt als enorm bezeichnet, ließ sich aber noch nicht in Mark und Pfennig ausdrücken.

Die Feuerwehr, die mit zwei Löschzügen angerückt war, lobte gestern die hervorragende Reaktion des Krankenhauspersonals. Den Mitarbeitern sei es zu verdanken, das es bei den Patienten keine schwereren Verletzungen gegeben habe und der Sachschaden keine größeres Ausmaß erreicht habe, sagte Feuerwehrsprecher Ohlwein. Dieser Fall zeige, dass man an Krankenhauspersonal nicht sparen dürfe und gerade für derartige Notfälle auch immer ausreichend Mitarbeiter vorhanden sein müssten.

Auch bei der Bekämpfung des Brandes hatte das Klinikpersonal der Feuerwehr die Arbeit so gut wie abgenommen: "Als wir ankamen, mussten wir nur noch nachlöschen", hieß es gestern von einem Sprecher der Feuerwehr.

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