• Die Schüler der Sonnenblumen-Grundschule in Treptow können sich zwischen den Stunden richtig austoben

Berlin : Die Schüler der Sonnenblumen-Grundschule in Treptow können sich zwischen den Stunden richtig austoben

Die rund 400 Mädchen und Jungen der Sonnenblumen-Grundschule leben gesünder als viele Gleichaltrige: Seit einigen Wochen spielen, rennen und hopsen die Schüler in jeder Pause herum. "Bewegungspause" nennt die Initiatorin, Referendarin, Jana Kusch, das Projekt. Der Schulhof an der Radenzer Straße 16 wurde dazu in verschiedene Zonen aufgeteilt. Während in einer Ecke Fußball gespielt wird, flitzen in der anderen Tischtennisbälle hin und her, und nebenan versuchen die Kinder, an verschiedenen Geräten ihr Gleichgewicht zu halten.

"Den Schülern macht das riesigen Spaß", schildert Frau Kusch ihre Beobachtungen. Und das Wichtigste: Sie bewegen sich regelmäßig. Genau das sei nach Aussage der Referendarin auch das Hauptziel der neuen Pausenbeschäftigung. Schließlich würden sich Studien zufolge heutzutage die meisten Grundschüler zu wenig bewegen, was unter anderem die Ursache für Haltungsschäden, Übergewicht und ein leistungsschwaches Herz- Kreislaufsystem sei. Bei einigen führe dieser Mangel auch zu Koordinierungsstörungen, sagt die Projektleiterin. Sie können dann nicht mehr ihr Fahrrad lenken und gleichzeitig den Kopf drehen, um sich beim Abbiegen umzuschauen.

Das Treptower Grundschulen-Projekt wurde gemeinsam von Lehrern, Eltern und Schülern vorbereitet. "Wir gaben die Impulse, und die Kinder haben etwas daraus gemacht", freut sich Frau Kusch. Einige Mädchen und Jungen haben Passanten nach ihren Kindheitsspielen befragt und daraus Anregungen mitgenommen.

Das Projekt wurde mit Hilfe von Sponsoren auf die Beine gestellt, die sich inzwischen auch in anderen Bereichen engagieren. Seit einigen Jahren verbindet die Schule eine besondere Beziehung zur Fielmann-Filiale in Baumschulenweg. Sie lädt regelmäßig Klassen zum praxisnahen Technikunterricht ein und demonstriert dann unter anderem den Werdegang vom Rezept bis zur fertigen Brille. Gestern machten die Mitarbeiter um Chefin Carol McCollins-Kreyenborg ein lebendiges Geschenk: Obstbäume und 20 Sträucher für den Schulgarten bey

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