Berlin : Die Schweiz macht Kinder zu Vips

Die neuen Vips der Schweiz sind die Kinder. Botschafter Tim Guldimann lädt am Nationalfeiertag, der immer am 1. August zelebriert wird, erstmals Kinder und ihre Familien ein, sich über die Arbeit einer Botschaft und die deutsch-schweizerischen Beziehungen im Botschaftsgebäude zu informieren. Das bedeutet auch eine Zäsur. Seit dem Regierungsumzug hat die Schweiz mit großen Festen für die Repräsentanten des öffentlichen Lebens und das Diplomatische Corps regelmäßig einen heftig funkelnden Glamour-Akzent in der Sommerpause gesetzt. Die großen Kantone, die diese Feste gesponsert haben, auch um sich selber darzustellen, waren nun alle schon mal dran. Auch das hat zum Wandel beigetragen. Bereits Guldimanns Vorgänger Christian Blickenstorfer, der sich im April aus dem diplomatischen Dienst in den Ruhestand verabschiedet hat, wollte die geschlossene Abendveranstaltung, die jeweils mit einem großen Feuerwerk über dem Tiergarten endete, durch etwas ganz Neues ersetzen. Initiiert hatten die großen Feste der Schweiz der frühere Botschafter Thomas Borer, der nach einem Skandal während seiner Berliner Amtszeit aus dem diplomatischen Dienst ausschied.

Die Kinder bekommen am Sonntag einen Diplomatenpass, der ihnen zwischen 13.30 und 17.30 Uhr den Zutritt zum Botschaftsgebäude in der Otto-von-Bismarck-Allee 4a ermöglicht. Der Schweizer Seiltänzer David Dimitri zeigt dabei die Diplomatie als Balanceakt. Davon können auch die Wände dieses Gebäudes einiges erzählen. Bi

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