Berlin : Die Schweiz und Europa: Nach Zermatt!

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Montagabend, Schweizer Botschaft. Soviel Andrang hatte der Botschafter gar nicht erwartet. Schon lange vor Beginn des Empfangs für Journalisten herrschte Gedränge vor dem neuen, alten Botschaftsgebäude. Nach ausgiebigen Erläuterungen des Architekten, Roger Diener, gab es Führungen bis aufs Dach, gewissermaßen Sneak Previews, denn die offizielle Eröffnung ist erst im Mai. Dann wird es auch einen Tag der offenen Tür geben. Thomas Borer-Fielding gab vorsorglich eine Stellungnahme ab zur Abstimmung der Volksinitiative "Ja zu Europa" am 4. März. Die Tatsache, dass die Initiative, die unverzügliche Verhandlungen über den Beitritt der Schweiz zur EU erreichen will, den Prognosen zufolge wahrscheinlich abgelehnt werde, bedeute kein Nein zu Europa. Der EU-Beitritt sei schließlich auch das Ziel der Schweizer Regierung, allerdings wolle sie den optimalen Zeitpunkt für die Reaktivierung des Beitrittsgesuchs so festlegen, dass die Verhandlungen ohne Zeitdruck geführt werden können. Darauf folgte ein ironischer Dank dafür, dass die Medien so viel über seine Frau berichten und vergleichsweise wenig über das Thema "Die Schweiz und Europa". Der Grund war live dabei: Auch ein protokollarisch korrektes kleines Schwarzes kann Shawne Borer-Fieldings glamouröse Ausstrahlung nicht dämpfen; an diesem Abend machte sie kräftig Reklame für Zermatt. Kein Wunder, dass die Diplomatie ins Hintertreffen gerät, wenn Europa mit so viel Charme in die Schweiz gezogen wird. Surprise, surprise bei der Besichtigung der Bibliothek. Viele wissen, dass die ehemalige Miss Texas seit ihrer Jugend mit dem neuen amerikanischen Präsidenten befreundet ist. Dort fand sich aber auch ein Geburtstagsbrief von dessen Vorgänger Bill Clinton an "Dear Shawne". Aber das hat mit der Schweiz wirklich nichts zu tun.

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