Berlin : Die Skandalchronik: Pätzold, Mykonos, Reißwolf, Stasi ...

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1988: Der SPD-Abgeordnete und spätere Innensenator Erich Pätzold wird vom V-Mann Telschow observiert. Pätzold sei zwar nicht gezielt ausgehorcht, aber als "mögliche Erkenntnisquelle" behandelt worden, stellte ein Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses fest.

1992: Im Restaurant "Mykonos" werden vier iranische Oppositinsführer ermordet. Ein Untersuchungsausschuss warf Innensenator Heckelmann und dem Verfassungsschutz schwerwiegende Versäumnisse und eine falsche Einschätzung der Sicherheitslage vor. Das Amt wurde als Folge zeitweilig der Senatskanzlei unterstellt.

1998: Die geheimdienstliche Beobachtung des Polizeidirektors Otto Dreksler wurde für das Verfassungsschutzamt zum Fiasko. Der Verfassungsschutz-Vorwurf, Dreksler sei Scientology-Mitglied, erwies sich als unhaltbar. Der Polizeibeamte musste anschließend rehabilitiert werden.

1999: Ein V-Mann, der im Februar 1999 das Kurdische Aktionszentrum unter Beobachtung halten sollte, ging vor dem Sturm auf das israelische Generalkonsulat euinfach zur Arbeit. Möglicherweise hätte das Drama verhindert werden können.

1999: Ebenfalls im Februar machte die "Reißwolf-Affäre" Schlagzeilen. Verfassungsschutz-Chef Vermander vernichtete im Zusammenhang mit der Erstürmung des israelischen Generalkonsulats eine Akte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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