Berlin : Die Sonne effizienter nutzen

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Die Gesellschafter der Adlershofer Sulfurcell GmbH stellen zusätzliches Risikokapital bereit, um dem Solartechnikhersteller einen baldigen Einstieg in die Massenproduktion zu ermöglichen. Wie Sulfurcell-Geschäftsführer Nikolaus Meyer am Mittwoch auf Anfrage sagte, gehe es um „einige Millionen Euro“. Bisherige Gesellschafter von Sulfurcell sind Vattenfall Europe, Ventegis Capital, Engelbert Giesen und die Beteiligungsgesellschaft der Investitionsbank Berlin (IBB). Als neuer Gesellschafter kommt der „Masdar Clean Tech Fund“ hinzu, der von Credit Suisse gemanagt wird.

Sulfurcell betreibt eine der größten Produktionsbetriebe im Technologiepark Adlershof und beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter. „Ende des Jahres sollen es 90 sein“, sagte Meyer. Damit ist Sulfurcell ein Beispiel, wie aus Hochleistungsforschung in Berlin Arbeitsplätze entstehen. Ehemalige Mitarbeiter des Adlershofer Hahn-Meitner-Instituts (HMI) gründeten die Solartechnikfirma im Jahr 2003. Sie wollen eine am HMI entwickelte, neue Dünnschichttechnologie für Solarmodule industriell anwenden.

Statt auf Silizium basieren die Solarmodule auf dem Halbleiter Kupfer-Indium-Sulfid (CIS). Sulfurcell verspricht im Vergleich zu herkömmlichen Technologien „in der Massenfertigung bis zu 40 Prozent geringere Kosten“. Nach zwei Jahren Produktentwicklung begann im vergangenen Jahr die Pilotfertigung. 2006 wurden Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 0,2 Megawatt verkauft. Die neue Investition soll dafür genutzt werden, die Produktionskapazität auf ein Megawatt ausweiten: „Wir wollen 2007 und 2008 die Produktionsmengen jeweils verfünffachen und den Wirkungsgrad unserer Solarmodule auf über neun Prozent steigern“, kündigte Unternehmensgründer Meyer an. avi

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