Berlin : Die Starparade

Die glamouröseste Woche des Sommers: ein Robbie-Williams-Konzert, zwei Filmpremieren mit Hollywood-Stars und eine Musikpreisverleihung

Björn Seeling,Matthias Oloew

Von Björn Seeling

und Matthias Oloew

Hollywood-Filmpremieren vom Feinsten und Stars en masse – in der kommenden Woche ist die Stadt ein Dorado für Glamoursüchtige. Es scheint, als hätte die Weltprominenz nur ein Reiseziel gewusst: Berlin.

Als erste reist Hillary Clinton an. Am Sonntagnachmittag signiert sie um 17.30 Uhr bei Dussmann ihre Autobiographie. Wer keines der 200 Tickets für die Veranstaltung ergattert hat, sei getröstet: Die Autorin sitzt später am Abend bei Sabine Christiansen. Also: Um 21.45 Uhr das Erste anstellen.

Himmlisch geht es am Montag weiter: Die „Drei Engel“ Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu schweben am Montagabend in der Stadt ein. Tags darauf schreiten sie bei der Deutschlandpremiere von „Drei Engel für Charlie – Volle Power“ über den roten Teppich vor dem Kino Cinestar im Sony-Center. Am Potsdamer Platz wurde schon im Jahr 2000 die Premiere des ersten Films gefeiert, in denen die drei Damen mit Thrill auftraten. Allerdings vermissten die Berliner Fans damals Cameron Diaz als dritten Engel im Bunde. Zaungäste, die dieses Jahr einen Blick auf die schlagkräftigen Hollywood-Grazien werfen möchten, sollten sich ab 18.30 Uhr im Sony-Center einfinden. Aber nicht nur die Engel setzen auf Rot: Der Filmverleih Columbia-TriStar hat 1600 Gäste eingeladen, die nach dem Film zur Fete in die Kongresshalle im Tiergarten gefahren werden. Dort könnte ein Überraschungsgast im Partygetümmel auftauchen: Robbie Williams. Allerdings werden die Engel zu diesem Zeitpunkt wohl schon zum nächsten Termin weitergeflogen sein.

Robbie Williams ist wegen zweier Konzerte in der Stadt. Am Dienstag tritt er in der Parkbühne Wuhlheide (Ost), am Mittwoch in der Waldbühne (West) auf. Seine zahlreichen Fans haben dafür gesorgt, dass beide Auftritte schon seit Monaten ausverkauft sind. Wer kein Ticket für die Show des 29-Jährigen hat, in der auch Kelly Osbourne mitmischt, der kann noch bei Ebay mitsteigern. Die Gebote liegen derzeit unwesentlich höher als der Originalpreis von 50 Euro.

Ob sich Robbie sein Bäuchlein abtrainiert hat, das ihn laut Interview mit der britischen Musikzeitschrift „Q“ quält, seitdem er ein Antidepressivum nimmt? Der Dienstag wird’s zeigen. Ansonsten könnte er im Hotel „Four Seasons“ am Gendarmenmarkt trainieren, in dem er vermutlich wohnen wird. Hier war er auch schon im Februar zu Gast, als er zur „Echo“-Verleihung in der Stadt war. Gehantelt hat er damals allerdings nicht, lediglich in der Hotelbar Backgammon gespielt.

Ein roter Teppich ist am auch Donnerstag noch wichtigstes Utensil: Im Tempodrom am Anhalter Bahnhof wird der „Deutsche Dance Award“ verliehen, der trendig-szenige kleine Bruder des „Echo“-Preises der deutschen Musikbranche. Um 18 Uhr beginnt hier das Defilee der Stars, zu dem unter anderem Danii Minogue erwartet wird. Kylies kleine Schwester erhält zwar keinen Preis, will aber ihren aktuellen Hit vorstellen. Mit dabei sind auch die Chartstürmer Roger Sanchez, Chicane, Sylver, Punjabi MC und Boogie Pimps. Nach der Verleihung, die von MTV übertragen wird, werden die Lautsprecherboxen zur größten Clubnacht der Woche angeknipst. Und das nur wenige Tage vor der Love Parade.

Kaum anzunehmen, dass Arnold Schwarzenegger ihretwegen früher nach Berlin kommt. Er reist erst am übernächsten Montag an und zwar zur Europapremiere des neuen „Terminator 3“-Films. Gastgeber ist auch diesmal wieder die Columbia-TriStar. Und auch diesmal wird der rote Teppich wieder ausgerollt. Ab 18.30 Uhr vor dem Kino Cinestar am Potsdamer Platz. Dort steigt dann auch die Fete: unterm Zeltdach des Sony-Centers. In Schwarzeneggers Gefolge wird auch Kristanna Loken sein, die im Film die Gegenspielerin des Terminators spielt.

Auch wenn Schwarzeneggers Besuch der Werbung dient – vielleicht möchte er sich auch weiterbilden. Schließlich denkt er daran, als Gouverneur Kaliforniens zu kandidieren, und in dieser Eigenschaft könnte er von Berlin lernen. Denn Kalifornien ist blank: Der Staat hat Insolvenz angemeldet. Schwarzenegger scherzte bei der „Terminator-3“-Premiere in Hollywood: „Sie werden tolle Special-Effects erleben, die Sie verblüffen. Ungefähr genauso, wie Sie das Haushaltsloch in Kalifornien verblüfft.“ In US-Medien heißt der Schauspieler bereits „Gouvernator“.

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