Berlin : Die Stautaste

Andreas Conrad

sorgt sich um den freien Zugang zu Spandaus Brötchen Kommt Opa zum Bäcker und sagt zur Verkäuferin: „Ich hätte gerne 99 Brötchen.“ Fragt die Verkäuferin: „Wollen Sie nicht gleich 100 nehmen?“ Darauf Opa: „Wer soll denn das alles essen?“ – Eine berechtigte Frage, in die dieser aus dem Leben gegriffene Dialog mündet. Aus dem Spandauer Leben, um genau zu sein, schließlich finden sich die Zeilen auf der Homepage des Bezirksamts Spandau, Untergruppe „Kinder“, Stichwort „Witze“. Ja, derlei gibt es dort tatsächlich, doch für solche Überraschungen war Spandau immer gut. Seit gestern freilich muss das Brötchen-Problem des Spandauer Opas mit anderen Augen gesehen werden. Bisher will nur sein Bezirk die im Senat genehmigte „Brötchen-Taste“ für eine Viertelstunde freies Parken auch einführen. Das fristgerechte Verstauen von 99 oder 100 Brötchen im Pkw wird keine Mühe bereiten. Was aber, wenn sich vor den Bäckereien der Havelstadt die Opas aus Steglitz, Schöneberg, Marzahn stauen und ebenfalls Brötchen oder was auch sonst beim Gratisparken erwerben wollen? Denn wenn es irgendwo irgendwas umsonst gibt – ist der Berliner dabei.

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