Berlin : Die Teestube in der Neuköllner Schillerpromenade hilft Menschen ohne Wohnung

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Seit 16 Jahren ist die Neuköllner Tee- und Wärmestube in der Schillerpromenade Anlaufpunkt für Obdachdachlose. In den Räumen der Tageseinrichtung, die abends ihre Pforten schließt, ist Platz am Tisch für bis zu 60 Menschen - mit oder ohne Wohnung. "Viele der ehemaligen Obdachlosen haben mittlerweile aufgrund der relativ entspannten Wohnungslage ein Zuhause. Aber damit fangen die Probleme erst an", berichtet die Sozialpädagogin Brigitte Rahim, die seit zehn Jahren in der Schillerpromenade arbeitet. "Die Leute können den Verpflichtungen, die eigener Wohnraum mit sich bringt, nicht nachkommen." Mietschulden entstehen, weil Rechnungen ungeöffnet im Briefkasten bleiben und Behördengänge nicht gemacht werden - manchmal auch, weil den frisch Eingezogenen das nötige Wissen fehlt. Die Einrichtung wird vom Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree getragen, finanziert sich jedoch fast ausschließlich über das Bezirksamt Neukölln.

Für die meist alleinstehenden Männer sei der Treffpunkt Schillerpromenade äußerst wichtig, um die bestehenden sozialen Kontakte zu halten, sagt Frau Rahim. Darüber hinaus können die Obdachlosen in der Einrichtung ihre Kleidung waschen und auch mal eine warme Dusche nehmen. Essen wird einmal täglich an die Bedürftigen abgegeben. Damit die Obdachlosen nicht nur große Wäsche machen, sondern ihre Klamotten auch trocknen können, braucht die Wohnungslosentagesstätte dringend einen Trockner, der der großen Belastung auch Stand hält. Für solche Extra-Ausgaben ist kein Geld da. Küchenutensilien, wie zum Beispiel Schnellkochtöpfe und eine Fritteuse, könnten die Arbeitsabläufe beim Kochen vereinfachen. Außerdem wünscht sich Frau Rahim, die für den Heiligen Abend eine kleine Show mit Musik plant, neue Lampen für einen der drei Aufenthaltsräume. "Das Licht ist einfach zu grell. Gemütlich ist das nicht." Schlafsäcke und Decken können diejenigen gut gebrauchen, für die in den Nachtnotquartieren kein Platz mehr ist und die Brigitte Rahim auf die Straße schicken muss.Alle unsere Spender werden in der Zeitung namentlich genannt, sofern sie das wünschen. Sollten Sie das nicht wollen, vermerken Sie es bitte auf Ihrer Einzahlungsquittung. Wir stellen auf Wunsch auch Spendenbescheinigungen aus. Das Spendenkonto für die Tagesspiegel-Weihnachtsaktion zugunsten Obdachloser in Berlin lautet: Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V., Kenntwort Obdachlosenhilfe, Kontonummer 88 88 bei der Berliner Sparkasse mit der Bankleitzahl 100 500 00. Unsere Werbeabteilung bittet dringend darum, dass unsere Leser ihre vollständige Adresse auf der Einzahlungsquittung angeben. Falls die Daten nicht auf das Formular passen, verkürzen Sie bitte das Spenden-Stichwort - sonst können wir keine Spendenbescheinigung zuschicken.

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