Berlin : Die Verbraucherzentrale empfiehlt, noch bei den Sommerpreisen zuzugreifen

Fast jeder zweite Händler hat die Preise für Kohlen seit dem Ende der Frühkauf-Rabattaktion von April bis Ende Juni angehoben. Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale Berlin liegen die Zuschläge im Mittel zwischen zehn und 20 Mark pro Tonne. Die Mehrzahl der Händler mit eigenem Kohlenplatz bietet ihre zu Sommerpreisen eingekauften Reserven zumindest im August noch nach den alten Preislisten an. Sind diese Vorräte aber erschöpft, wird der Verbraucher auch dort mit entsprechenden Erhöhungen rechnen müssen. Wer sich noch mit einem Kohlenvorrat für den nächsten Winter eindecken möchte, sollte dies bald tun, empfahl die Verbraucherzentrale gestern.

Zugleich wird vor Händlern gewarnt, die in Zeitungsinseraten und auf Handzetteln ohne Namensnennung nur mit Angabe einer Telefonnummer Billigbrennstoffe anbieten. Sogar die Preise für Importkohlen lägen mitunter so tief, dass die Rechnung für den Lieferanten nur dann aufgehen könne, wenn er beim Gewicht schummele. Wichtig beim Kohlenkauf ist nach Darstellung der Verbraucherschützer, dass der liefernde Händler bekannt ist und eine Reklamationsmöglichkeit besteht. Noch vor dem Abladen sollte der Endpreis geprüft werden, denn manchmal würden noch Zuschläge erlangt.

Die Preise für Festbrennstoffe liegen Anfang August im Vergleich zu Juli im Mittel pro Tonne bei Bündelbriketts um 6,64 Mark, bei Eierkohlen um 6,76 Mark, bei Halbsteinen um 3,25 Mark sowie bei Ganzsteinen geschüttet um 10,25 Mark und gestapelt um 3,33 Mark höher.

0 Kommentare

Neuester Kommentar