Berlin : Die Welt blickt auf den Flughund Kasimir

-

Protestbriefe aus aller Welt werden gegenwärtig an Dorothee Dubrau verschickt. Bei der grünen Stadträtin in Mitte protestieren Tierfreunde gegen die Vertreibung von Kasimir aus dem Exil auf der Spandauer Zitadelle. Der Indische Riesenflughund war, wie berichtet, vor Jahresfrist vom bezirklichen Naturschutzamt in einem Weddinger Hundesalon beschlagnahmt worden, wo er 17 Jahre lang gelebt hatte.

Da Kasimir bereits 1987 eingeführt wurde, gilt das erst später in Kraft getretene Artenschutzgesetz nicht für ihn. Der Amtstierarzt billigte die nicht artgerechte Haltung. Vor Gericht kam es zum Vergleich, die Beschlagnahme wurde aufgehoben. Doch die Fledermausfreunde vom „Berliner Artenschutz Team“ verweigern die Herausgabe mit globaler Unterstützung. Werbewirksam vor dem Fledermausfest am Wochenende haben sie eine Kampagne mit Hilfe der internationalen Schutzorganisation BAT World Sanctuary gestartet. Auf deren Website (www.batworld.org) wird dazu aufgerufen, mit E-Mails und Luftpostbriefen bei Dubrau, der die bezirkliche Naturschutzbehörde untersteht, zu protestieren. Die Stadträtin verweist auf die gültige Rechtslage. du-

0 Kommentare

Neuester Kommentar