Berlin : Die Werkzeuge effizient nutzen

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Worum geht es beim ImpulsE-Programm ?

Das ImpulsE-Programm ist das zentrale Informations-, Bildungs- und Motivationsprogramm der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Bereich Energiesparen. Unsere Zielgruppen sind im Wesentlichen Gebäude-Eigentümer, Wohnungsunternehmen, Planer und Architekten, Energiedienstleistungsunternehmen aber auch Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen. Wir helfen, vorhandene und erprobte Techniken möglichst effizient einzusetzen, um so möglichst viel Energie vor allem im Gebäudebestand einzusparen.

Überschneiden sich ihre Aufgaben mit denen der Deutschen Energie-Agentur dena?

Es gibt keine Überschneidung, das ImpulsE-Programm und die dena ergänzen sich vielmehr. Die dena arbeitet überregional, wir arbeiten dagegen konkret vor Ort mit den Partnern hier in Berlin, zum Beispiel mit den Verbänden der Wohnungswirtschaft, mit dem Mieterverein, mit den Architekten. Dadurch sind wir zwangsläufig näher am Geschehen.

Was macht Ihr Unternehmen im Rahmen des ImpulsE-Programms?

Wir sind vom Senat mit dem Management des ImpulsE-Programms beauftragt worden. Dabei arbeiten wir mit vielen Akteuren in der gesamten Stadt zusammen – wir sind vor allem „Netzwerk-Koordinator".

Welche Schwerpunkte haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten gesetzt?

Berlin ist schon gebaut. Deshalb liegt unser Schwerpunkt beim Energiesparen im bereits bestehenden Gebäudebestand. Wir haben einen „Sanierungsratgeber Energie" entwickelt und Anwenderseminare über „energieeffizientes Bauen und Modernisieren" durchgeführt.

Wir organisieren die Berliner Energietage als bundesweites Symposium für den Erfahrungsaustausch im Energiesparen. Wir geben eine Zeitschrift und einen Newsletter über die aktuelle Entwicklung in Berlin heraus. Wir haben einen umfangreichen Internet-Auftritt unter http://www.berliner-impulse.de , auf dem eine Reihe nützlicher Praxishilfen verfügbar sind. Gemeinsam mit der Schornsteinfeger-Innung in Berlin bieten wir zur Zeit einen kostenfreien Gebäude-Check an. Er soll aufdecken, wie an bestehenden Gebäuden Energie gespart werden kann. In der näheren Zukunft werden wir die Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) begleiten.

Was muss man sich unter den Energietagen vorstellen?

Die Berliner Energietage sollen einmal im Jahr eine Leistungsschau von Politik, Wirtschaft und Technik im Energiebereich bieten. Damit sollen die neuesten Ideen und Konzepte zu den Anwendern gebracht werden. Wir wollen an diesen Tagen Expertenwissen in die Breite transportieren. Im letzten Jahr nahmen knapp zweitausend Menschen an den Berliner Energietagen teil. Mit über dreißig Fachtagungen und weit über hundert Referenten gehören wir zu den drei größten deutschen Veranstaltungen in diesem Bereich.

An wen wenden sich die Energietage?

Wir wollen in erster Linie Entscheidungsträger erreichen, die sich mit dem Thema Energie befassen. Diese kommen vor allem aus Wohnungsunternehmen, von Energieversorgern, Planungs- und Architekturbüros. Aber natürlich besuchen auch viele Gebäude-Eigentümer unsere Veranstaltung.

Das Gespräch führte Roland Knauer

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