Berlin : DIE ANDEREN KANDIDATEN

ROLF BREIDENBACH, FDP

Der FDP-Kandidat im Südwesten ist ein klassischer Bürgerrechts-Liberaler. Parteifreunde ziehen gerne inhaltliche Parallelen mit der Ex-FDP-Innenministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Rolf Breidenbach arbeitet im brandenburgischen Innenministerium. Der 54-Jährige ist Jurist mit Erfahrung in der Berliner Verwaltung. Er trat 2005 in die FDP ein und führt die FDP-Fraktion in der Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung. Er ist fleißig und immer gut vorbereitet. Auf Wahlplakaten sieht man Breidenbach nicht, dafür die Konterfeis des Berliner Spitzenkandidaten Martin Lindner und von Parteichef Guido Westerwelle. Die FDP macht Zweitstimmenwahlkampf und überlässt es den Wählern, sich mit der Erststimme für den CDU-Kandidaten Wellmann oder für den chancenlosen FDP-Kandidaten Breidenbach zu entscheiden.

OLAF MICHAEL OSTERTAG, LINKE

Er stammt aus Franken, genauer aus Nürnberg. Und kann, wenn gewünscht, den Dialekt zwischen Fränkisch und Hochdeutsch schnell wechseln: Ostertag ist gelernter Schauspieler. Der 40-jährige Direktkandidat der Linken trat 1999 der PDS aus Empörung über den Jugoslawienkrieg bei, davor wählte er die Grünen, sagt er. Er war nach dem Geraer Parteitag der PDS im Jahr 2002 Mitbegründer des „Netzwerks Reformlinke in der PDS“. Ostertag zählt zu den Pragmatikern seiner Partei. Er will sich im Bund für ein Grundeinkommen einsetzen. Auf kommunaler Ebene ist er Sprecher des Bezirksverbands. Ostertag tritt hin und wieder als Kabarettist auf, zuletzt mit einem Loriot-Programm. sib

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