DIE  IMPFUNG : Masern sind kein Kinderkram

SINN EINER IMPFUNG

Ob man sich oder seine Kinder gegen Masern impfen lässt oder nicht, betrifft nicht nur den Einzelnen. Nur wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung immun gegen Masern ist, wird die Impfung zu einem Schirm, der über alle gespannt wird. Die Infektionskette wird dann durch die „Herdenimmunität“ unterbrochen und eine Epidemie unwahrscheinlich. Das schützt die, die zu klein oder zu krank zum Impfen sind und bei einer Ansteckung am meisten leiden würden.

GEFÄHRLICHE KRANKHEIT

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie schwächen das Immunsystem und können zum Beispiel Lungenentzündungen den Weg ebnen. Statistisch bekommt einer von 1000 Erkrankten eine Gehirnentzündung, zum Teil mit schweren Spätfolgen. Masern sind nicht behandelbar.

KOMBINIERTER SCHUTZ

Kinder sollten zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat zum ersten Mal mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) geimpft werden, die zweite Spritze bekommen sie zwischen dem 15. und 23. Monat. Danach sind sie bis zum Lebensende sicher gegen Masern geschützt. Wurde die zweite Impfung vergessen, sollte sie so schnell wie möglich nachgeholt werden – auch bei Jugendlichen.

WENN DATEN FEHLEN

Die Impfung wird für nach 1970 geborene Erwachsene empfohlen, die als Kind nicht oder nur einmal geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist, weil die Papiere fehlen. Ältere, die beruflich Kinder oder Kranke betreuen, sollten die Impfung auch nachholen. Wer ohne ausreichenden Impfschutz Kontakt zu einem Kranken hatte, sollte innerhalb von drei Tagen geimpft werden. Ob man immun ist, können Ärzte per Bluttest nachweisen. Im Zweifel sollte man die Impfung wiederholen – das ist kostenlos und unbedenklich. jas

Weitere Informationen unter

www.impfen-info.de

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