DIE WEINE DES MONATS : DIE WEINE DES MONATS

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Unsere Empfehlung in diesem Monat: 
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LUXEMBURG

Grauburgunder von der unbekannten Seite der Mosel

Die Weinbautradition des Moseltals geht bis auf Kelten, Gallier und Römer zurück. Die deutschen Weinlagen in dieser Gegend sind weltberühmt, aber kaum jemand kennt die Weine des luxemburgischen Moseltals westlich von Trier; einer der Gründe für diese Situation liegt darin, dass dort bis zum Ende des 19.Jahrhunderts überwiegend Elbling angebaut wurde, der in den Weinen der deutschen Winzer jenseits der Grenze verschwand. Erst seit den 80er Jahren gibt es eine eigene geschützte Herkunftsbezeichnung „Moselle Luxemburgeoise“. Die Familie Krier baut in Remich bereits in 4.Generation Wein an. Jean Krier, der heutige Besitzer, stellte den Betrieb ganz auf Eigenerzeugung um und beendete den Zukauf fremder Trauben. Seine Söhne Jean und Paul sind jetzt für die Weinerzeugung verantwortlich. Ihr 2008 Pinot Gris Grand Premier Cru, Domaine privé de la Maison duftet nach reifen Birnen, Ananas und Maracuja, Fruchtkomponenten, die sich auch am Gaumen fortsetzen; Würze und Mineralität zeigen den Charakter des Terroirs und der Grauburgunder-Rebe. Die Flasche kostet 14,55 Euro in der luxemburgischen Feinkosthandlung De Maufel in der Leonhardtstr.13 in Charlottenburg.

CHILE

Carmenere mit Frucht und Würze zum Vorzugspreis

Die Weinbautradition in Chile ist nur etwa 450 Jahre alt – europäische Eroberer brachten die ersten Reben mit. Darunter war auch die in Bordeaux heimische rote Carmenère, die dort heute fast vollständig verschwunden ist, aber in Chile zum Aushängeschild geworden ist. Aus ihr entstehen teure Top-Weine, aber sie behauptet sich auch im preisgünstigen Bereich, wie unser 2009 Carmenère von Undurraga zeigt. Der in aller Welt präsente Erzeuger, 1885 von dem aus dem Baskenland stammenden Francisco Undurraga Vacunio gegründet, gehört heute mit vier Weingütern und etwa tausend Hektar Rebfläche zu den Großen am Markt. Die Carmenère wird vor allem im Maipo Valley angebaut und erbringt dort substanzreiche Weine mit Konzentration, Frucht und Weichheit. Das trifft auch zu für diesen Roten, der mit seinen üppigen Brombeer- und Schwarzkirscharomen, Anklängen von Schokolade und Mandeln besticht. Am Gaumen wird diese Frucht durch angenehm weiche Tannine unterstrichen – ein Schmeichler, der über viele noch kommende Winterabende hinweghelfen mag. Die Flasche ist zur Zeit für 4,99 Euro in allen Karstadt-Häusern Berlins zu finden. Bernd Matthies

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