Berlin : Diktierte Verträge

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LESERBRIEF DES TAGES

Betrifft: „Wer billig impft, dem droht nun eine Klage“ vom 25. Oktober 2002

Die Kinderärzte sind seit vielen Jahren sehr engagiert, die Schutzimpfungen für Kinder zu propagieren. Sie führen für wenig Geld die große Masse der Impfungen durch.

Fast überall in Deutschland haben die Ersatzkassen jetzt Verträge über die Impfungen abgeschlossen, zahlen dort wesentlich mehr, als hier in Berlin gefordert wird. Damit wird klar, dass es nicht darum geht, ob für eine bestimmte Impfung 50 Cent mehr oder weniger bezahlt wird. Wenn in Berlin weniger gezahlt werden soll, als in Brandenburg gerade von den gleichen Kassen vertraglich vereinbart wurde, dann wollen die Ersatzkassen absichtlich einen erfolgreichen Abschluss verhindern, weil man einen Versuchsballon starten möchte, inwieweit man die Ärzte zu von den Kassen einseitig diktierten Einzelverträgen zwingen kann. Dass dies auf dem Rücken der eigenen Mitglieder ausgetragen wird und die Schwächsten trifft, nämlich die Kinder, scheint den Verantwortlichen der Ersatzkassen egal zu sein. Christian Anders, Achim Meister (Ärzte für Kinder und Jugendmedizin), Berlin-Buckow

Der Tagesspiegel berichtet, die Leser antworten. An dieser Stelle deshalb der Leserbrief des Tages – so aktuell wie die Berichterstattung. Zuschriften bitte an: Der Tagesspiegel, Demokratisches Forum, 10876 Berlin. Per E-mail: leserbriefe@tagesspiegel.de .

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