Berlin : Dior, Wespentaille und falsche Klunker

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Andrang wie beim Luxus-Schnäppchen-Ausverkauf: Die Eröffnung der Dior-Ausstellung ließ die Kunstbibliothek beinahe bersten. Wenn schon die Eröffnung auf derart großes Interesse bei – geladenen Gästen – stieß, dann muss Kuratorin Adelheid Rasche um den Erfolg nicht bange sein. Die Eröffnung ihrer Schau „Dior und Deutschland, 1947 bis 1957“ hätte sie zudem nicht besser planen können: Genau vor 60 Jahren zeigte der französische Modemacher Christian Dior seine erste Kollektion in Paris und veränderte damit die Modewelt. Was eine amerikanische Journalistin als „New Look“ bekannt machte, wird ab heute in der Kunstbibliothek im Kulturforum am Potsdamer Platz gezeigt. Und da Mode in Frankreich ja so eine Art Nationalheiligtum ist, hat sich gestern schon einmal der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres zusammen mit Claus-Dietrich Lahrs , dem Directeur Général Christian Dior Couture, die Abendroben mit Wespentaille und die scharf geschnittenen Wollkostüme angeschaut. Für Ursula Grosse , die zusammen mit ihrem Mann Bert viele der Ausstellungsstücke zur Verfügung stellte, war die Eröffnung eine Reise in die Vergangenheit. In einer der Vitrinen entdeckte sie ein Collier mit Glassteinen, das sie nur ein Mal getragen hatte. „Auf dem Ärzteball, dem einzigen Ereignis meiner Heimatstadt Pforzheim, auf dem man so etwas in den 50er Jahren zeigen konnte.“ Wie das Kleid dazu aussah, weiß sie nicht mehr, nur: „Von Dior war’s leider nicht.“ GTHSeite 25

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