Dioxin-Affäre : Agrarministerium gibt Teilentwarnung

In der von Belgien ausgehenden Dioxin-Affäre hat das Bundesagrarministerium für deutsche Mastbetriebe Teilentwarnung gegeben. Die Untersuchungen in einer Brandenburger Schweinezucht dauern noch an.

Berlin - Unter Verdacht des Bezugs von dioxinbelastetem Schweinefutter hätten zunächst sieben deutsche Betriebe in fünf Bundesländern gestanden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag auf dpa-Anfrage. Der Verdacht habe sich nach Länderprüfungen in zwei Betrieben - je einer in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen- Anhalt - aber nicht bestätigt. Die übrigen Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Thüringen dauerten dagegen an.

Das Ministerium betonte zugleich das in Deutschland geltende gesetzliche Verbot der Fettverfütterung. Sollte sich bestätigen, dass solches Futter eingeführt worden und ins Tierfutter gelangt sei, müssten die Länder sofort strafrechtlich eingreifen, sagte die Sprecherin. «Das Verbot in Paragraf 18 Absatz 1 des Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzes ist strafbewehrt.» Auch müssten die Länder dafür sorgen, dass nicht geschlachtete Tiere in die Lebensmittelkette gelangten. «Da darf nichts in den Handel.» Von kontaminiertem Geflügelfutter sei dem Ministerium nichts bekannt. Das giftige Dioxin war über einen Gelatine-Hersteller an Tierfutterbetriebe gelangt. (tso/dpa)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben