Diskussion in der Urania : Müller will IBA-Pläne umkrempeln

Der Bau- und Verkehrssenator Michael Müller (SPD) sprach in der Urania zu aktuellen Stadtentwicklungsthemen. Dabei stellte er veränderte Pläne für die Internationale Bauausstellung 2020 vor.

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Neuer Stadtentwicklungssenatro: Michael Müller.
Neuer Stadtentwicklungssenatro: Michael Müller.Foto: Mike Wolff

Berlins neuer Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) will die Pläne für die Internationale Bauausstellung (IBA), die 2020 an der Spree stattfinden soll, noch einmal verändern. Das bisherige Motto „Wohnen, Wissen, Wirtschaft“ solle gestrichen werden, sagte er am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Berliner Architektenkammer und des Tagesspiegel in der Urania.

„Ich will keine IBA der Wirtschaft und der Wissenschaft, ich will eine Wohnungs-IBA“, so der Senator. Einen neuen Titel dafür habe er noch nicht. Es sollten Architekten und Stadtplaner aus aller Welt eingeladen werden. Schließlich gehe es darum, wie das Wohnen der Zukunft aussehen könne. Dabei spielten besonders neue Wohnformen, Wohnungsbau ohne großen Flächenbedarf und Wohnen für ältere Menschen eine Rolle, sagte Müller. Auch das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof gehöre zu den IBA-Planungen.

Angesichts der vielen Vorschlägen für das einstige Flughafenareal sollte man aber erst einmal eine Denkpause einlegen und die Planungen analysieren. Auch für das Gelände des Flughafens Tegel, der nach Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld im Juni geschlossen wird, warnte Müller vor ambitionierten Zeitplänen. Er gehe eher von einer langsamen Entwicklung des geplanten Industrie- und Gewerbestandortes aus.

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