Berlin : Diskussion um Wohnhochhaus: Plattenbau-Abriss nicht spruchreif

C. v. L.

Steht in Berlin ein erster Plattenbau-Abriss bevor? Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) hat gestern Berichte über den geplanten Abriss eines 21-stöckigen Wohnhauses an der Frankfurter Allee Ecke Möllendorffstraße als "sehr voreilig und teilweise irreführend" bezeichnet. Hintergrund waren Äußerungen der Wohnungsgesellschaft Howoge im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung. Man denke zwar über einen Bebauungsplan für das "Rathaus-Dreieck" nach, um ein Verwaltungszentrum zu errichten. Es gebe aber noch keine Beschlüsse des Bezirksamtes. Bisher handele es sich lediglich um Wünsche der Wohnungsbaugesellschaft, sagte Geisel.

Gegenwärtig prüfe man verschiedene Bebauungsoptionen. Eine davon könnte aus städtebaulichen Gründen der Abriss des Hochhauses sein. Davor aber sei eine ausführliche Diskussion im Bezirk erforderlich, dem sich ein mehrjähriges Verfahren der öffentlichen Beteiligung und Diskussion anschließe. Wohnraum unterliege einem besonderen Schutz, zumal es in Berlin keinen strukturellen Leerstand in Plattenbauten gebe. Christa Fluhr vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen betonte gestern, der Abriss von Plattenbauten sei in Berlin kein Thema.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben