Berlin : Diskussionen, Veranstaltungen und Ausstellungen

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Wie war das mit dem Mauerfall im November vor zehn Jahren? Was sagten Jens Reich, Gregor Gysi und Markus Wolf am 4. November 1989 vor Hundertausenden von Demonstranten auf dem Alexanderplatz? Was blieb von der DDR? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen in den nächsten Tagen. Hier eine Auswahl:

Der englische Publizist und Osteuropa-Kenner Timothy Garton Ash von der Universität Oxford stellt sich am Freitag, dem 5. November, im Willy-Brandt-Saal des Rathauses Schöneberg die Frage, ob "zusammenwächst, was zusammengehört?" Zuvor will Altbundespräsident Walter Scheel ab 19 Uhr eine Begrüßungsansprache an die Besucher richten. Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet gemeinsam mit der Gethsemanegemeinde, ehemaligen Bürgerrechtlern, dem Neuen Forum, dem Matthias-Dommaschk-Archiv und der Robert-Havemann-Gesellschaft ein "Fest der Demokratiebewegung". Das Fest beginnt am Sonnabend, dem 6. November, um 15 bis 21.30 Uhr. Ort ist die Gethsemanekirche in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg. Um 16 Uhr beginnt eine Podiumsdiskussion mit ehemaligen Bürgerrechtlern, um 18 Uhr tritt der Liedermacher Stephan Krawczyk auf. "Mauerfall oder Maueröffnung?" heißt es am Sonntag, dem 7. November, um 11 Uhr im Deutschen Theater. Götz Schubert liest aus "Chronik des Mauerfalls" von Hans-Hermann Hertle. Mit dabei sind der ehemalige Oberst der DDR-Grenztruppen Heinz Geschke und zwei ehemalige sowjetische Gesandte in der DDR. Hans-Dietrich Genscher, Egon Bahr, Rainer Eppelmann und Gregor Gysi diskutieren am Montag, dem 8. November, um 19.30 Uhr im Deutschen Theater unter der Überschrift "Der Weg zur deutschen Staatseinheit". Um 20 Uhr redet der letzte DDR-Regierungs-Chef Lothar de Maizière mit den Historikern Charles S. Maier (USA) und Adam Krzeminski (Polen) in Schleichers Buchhandlung in der Königin-Luise-Straße 41 in Dahlem über die Maueröffnung. Ebenfalls am Montag um 14.30 Uhr wird auf einer Freifläche gegenüber der "Kalkscheune" in der Johannisstraße 2 in Mitte (hinter dem Friedrichstadtpalast) das Mauerkunstwerk "Aufbruch" enthüllt. Bildhauer Hans Schikowksi transportiert die dreiteilige Plastik aus Hoyerswerda nach Berlin. Am Jahrestag des Mauerfalls, dem 9. November, um 11.30 Uhr lädt der Senat zum Festakt ins Rote Rathaus ein. Der Tag geht um 14.15 Uhr mit einer Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße weiter. Um 14.30 Uhr wird im Dokumentationszentrum Berliner Mauer in der Bernauer Straße 111 die Werkstatt-Ausstellung "Grenzblick" eröffnet. Für 15.30 Uhr plant das Alliiertenmuseum die Eröffnung der Ausstellung "Let Berlin be next". Der Regierende Bürgermeister will sich um 15.30 Uhr auf der Bösebrücke an der Bornholmer Straße mit Kindern treffen, die am 9. November 1989 geboren worden sind. DGB-Chef Dieter Schulte spricht am 9. November um 14.30 Uhr mit Jugendlichen über ihre Erlebnisse während des Mauerfalls und danach. Ort ist der Wilhelm-Leuschner-Saal im DGB-Haus in der Keithstraße 1 bis 3 in Schöneberg. Das "Haus am Checkpoint Charlie" ist am 9. November von 9 Uhr bis 2 Uhr nachts geöffnet.

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