Berlin : DNA-ANALYSE: DIE LANGE SPUR ZUM TÄTER

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In der Verbrechensaufklärung feiert die DNAAnalyse weltweit Erfolge. Deshalb kritisieren Kriminalisten, dass diese moderne Fahndungsmethode in Berlin zu selten eingesetzt wird. Das Land hat bislang erst rund 7000 DNA-Spuren an die zentrale Straftäterdatenbank beim Bundeskriminalamt (BKA) geliefert – und kann deshalb kaum Treffer bei der Fahndung vorweisen. Andere Bundesländer sind da viel weiter: Die Polizei in Bayern ist beim Sammeln der DNA-Profile die fleißigste im Land – knapp 60000 der genetischen Fingerabdrücke stammen aus dem Süden der Republik. In Bayern werden auch ehemalige Häftlinge und Gefängnisinsassen zur Speichelprobe aufgefordert. In Niedersachsen und Berlin gibt es dagegen ganz klare Vorgaben: Keine Proben ohne richterliche Anordnung. Trotzdem kommt Niedersachsen auf rund 28000 Profile. Insgesamt sind derzeit etwa 300000 solcher Spuren im Computer des BKA gespeichert und täglich werden es mehr. Rund 250000 stammen von erfassten Personen, also von Verdächtigen oder verurteilten Straftätern, der Rest besteht aus den Spuren von den Tatorten. Inzwischen holt man auch alte Asservate ins Labor, um sie nachträglich nach Gen-Spuren abzusuchen. Hunderten Verbrechern, die glaubten, davongekommen zu sein, könnte bald der Prozess gemacht werden. Tsp

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