Dokumentarfilm : Neonazis in der DDR

In der Zionskirche in Berlin-Mitte wird heute der Film "Die Nationale Front - Neonazis in der DDR" uraufgeführt. Rechtsextreme hatten 1987 die Kirche gestürmt und auf Konzertgäste eingeprügelt. Die SED spielte den Überfall herunter

Berlin - In der Dokumentation von Andreas Richter und Tom Franke wird anhand eines Überfalls von Rechtsradikalen auf die Besucher eines Konzerts im Jahr 1987 die Entstehung der Skinhead-Szene in der sozialistischen DDR geschildert, wie die Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur mitteilte.

Nach einem Konzert der West-Berliner Band Element of Crime in der Zionskirche hatten am 17. Oktober 1987 bis zu 30 Neonazis das Gelände gestürmt und unter "Sieg Heil"-Rufen auf die Besucher eingeprügelt. Die SED versuchte aus ideologischen Gründen den Überfall sowie das Phänomen Rechtsextremismus zu bagatellisieren.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der Zionskirche am Zionskirchplatz in Mitte. Im Anschluss an die Uraufführung ist eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsradikalismus in der DDR unter Leitung der Journalistin Margit Miosga geplant, an der auch der Mitorganisator des damaligen Konzerts, Dirk Moldt, teilnehmen soll. Der Eintritt ist kostenfrei. (tso/ddp)

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