Dokumentationszentrum : Neuer Baustart für "Topographie des Terrors"

Endlich ist es so weit: Nach jahrelangen Verzögerungen wird heute in Berlin mit dem Neubau des Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" begonnen.

topographie des terrors
Start zum Neubau für das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. -Foto: ddp

BerlinNach jahrelangen Verzögerungen ist mit dem Neubau des Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" begonnen worden. Das Gebäude auf dem ehemaligen Prinz-Albrecht-Gelände in Kreuzberg soll in einer Dauerausstellung die Geschichte der Terrorzentralen des Nazi-Regimes zeigen, die dort von 1933 bis 1945 ansässig waren. Die Einweihung des Gebäudes ist für Mai 2010 anlässlich des 65. Jahrestages des Kriegsendes geplant. Die Gesamtkosten von rund 24 Millionen Euro teilen sich Bund und Land.

Die "Topographie des Terrors" sei ein "Eckstein Berliner und deutscher Erinnerungskultur", sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Sie stehe wie kaum ein anderer Ort für Terror und Völkermord des NS-Regimes.

Bisher dokumentiert eine provisorische Schau auf dem Areal die Schreckensherrschaft von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Ursprünglich sollte der Bau bereits 1998 fertiggestellt werden. Das erste Projekt nach Entwürfen des Schweizer Architekten Peter Zumthor war jedoch wegen ausufernder Kosten noch in der Bauphase 2004 gestoppt und der Rohbau-Torso anschließend abgerissen worden. (mit ddp)

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