Dokumentiert : Briefe von Uwe Lehmann-Brauns

Großbritannien und Nordirland
Vereinigtes Königreich
Herrn Botschafter Simon McDonald
Wilhelmstraße 70
10117 Berlin

Exzellenz, sehr verehrter Herr Botschafter McDonald,


erlauben Sie mir eine Anfrage in Sachen Sicherheit des Botschaftsgebäudes des
Vereinigten Königreichs in der Wilhelmstraße. Wie Sie wissen ist die Wilhelmstraße
zwischen der Straße Unter den Linden und der Behrenstraße seit 2003 für den
Durchgangsverkehr mittels versenkbarer Metallpoller gesperrt. Tag und Nacht bewachen
acht Polizeibeamte diesen Teil der Straße. Der für die Sicherheit der Botschaft
zuständige Senator Dr. Körting hatte 2007 in Reaktion auf meine Bitte erklärt,
diese Sperrung sei zeitlich begrenzt und von der Sicherheitslage abhängig.
Inzwischen sind wieder vier Jahre vergangen, insgesamt acht seit Einführung der
Poller, wodurch die Mobilität des innenstädtischen Bereichs um das Brandenburger
Tor erheblich behindert ist. Keine andere Botschaft in Berlin weder die der USA noch
die Israels beanspruchen eine Straßensperrung.


Meine Bitte ist, der Öffentlichkeit, vor allem dem Innensenator mitzuteilen, ob die
Sicherheitsbedürfnisse der Botschaft ohne die Sperrung der Wilhelmstraße befriedigt
werden können. Ich gehe davon aus, dass Ihre Einschätzung von den Berliner
Sicherheitsbehörden als Anregung empfunden würde, ihrerseits die Sinnhaftigkeit
dieser Sperrung zu überprüfen. Die Stadt fände sich nur ungern mit einer unabsehbaren
Dauer dieser Einschränkung ihrer Mobilität ab.
Ich erlaube mir zu Ihrer Unterrichtung mein Schreiben an den Innensenator Dr.
Körting beizufügen und hoffe auf Ihr Verständnis für meine Bitte.


Mit vorzüglicher Hochachtung
Uwe Lehmann-Brauns

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Herrn Senator Dr. Körting
Klosterstraße 47
10179 Berlin

Sehr geehrter Herr Senator Dr. Körting,


ich bat Sie im Jahr 2007 darum zu prüfen, ob die lästige Sperrung der Wilhelmstraße
zugunsten der Botschaft des Vereinigten Königreichs vier Jahre nach dem Beginn
2003 noch erforderlich sei. Sie hatten damals mitgeteilt, dass die Straßensperrung
zeitlich begrenzt sei und von der Sicherheitslage abhängig. Inzwischen sind weitere
vier Jahre vergangen, sodass ich mir die Frage erlaube, ob die von Ihnen verantwortete
Sicherheitslage zwingend die Fortsetzung der Sperrung erfordert oder,
ggfs. durch weniger sperrige Vorrichtungen – etwa parallel laufende Poller – Gitter
oder Ähnliches – ersetzt werde können. Ich nehme an, dass Sie mit mir übereinstimmen,
dass diese Straßensperrung in unmittelbarer Nähe des Brandenburger
Tores als außergewöhnlich lästig empfunden wird und nur dann zu tolerieren wäre,
wenn sie zwingend erforderlich und nicht durch schonendere Maßnahmen zu gewährleisten
wäre.


Ich habe mit gleichem Datum dem Britischen Botschafter geschrieben und füge zu
Ihrer Unterrichtung eine Kopie bei.


Mit freundlichen Grüßen
Ihr Uwe Lehmann-Brauns

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben