Doppelmord-Prozess : Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Im Prozess wegen eines Doppelmords im Jahr 1997 hat der Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) die Aussage verweigert.

Frankfurt (Oder) - Sein Mandant wolle sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte sein Verteidiger am ersten Prozesstag. Die Staatsanwaltschaft wirft dem knapp 52 Jahre alten Mann vor, seine damalige Lebensgefährtin und das gemeinsame viermonatige Kind heimtückisch, aus Habgier und niederen Beweggründen getötet zu haben. Er soll die 23-Jährige und das Baby am 1. Juli 1997 unter einem Vorwand in den Wald nahe dem Frankfurter Vorort Lossow gefahren, getötet und verscharrt haben. Er habe die Vaterschaft nicht anerkennen und nicht für das Kind zahlen wollen, sagte der Staatsanwalt.

Der Angeklagte war bereits 1997 in Verdacht geraten und festgenommen worden, musste aber nach einwöchiger Untersuchungshaft mangels Beweisen wieder freigelassen werden. Seit 24. April dieses Jahres sitzt er wieder in U-Haft, nachdem sich eine frühere Verlobte der Polizei anvertraut hatte. Die Leichen wurden erst nach siebenwöchiger Suche am 12. Juni gefunden.

Das Verfahren wird am 7. November fortgesetzt. Dann sollen erste Zeugen gehört werden. Insgesamt sind zehn Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil soll voraussichtlich am 19. Dezember verkündet werden. (tso/ddp)

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