Berlin : Doppelpremiere für Helen Vita und Christoph Stölzl

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Dienstag, Kulturverwaltung. Für beide war es eine Premiere: Helen Vita bekam ihren ersten Orden überreicht und Senator für Wissenschaft und Kunst, Christoph Stölzl, überreichte sein erstes Verdienstkreuz 1. Klasse. Lang hat es gedauert bis der Dank des Vaterlands die Diseuse erreichte: Den Antrag hatten der Schauspieler, Film-und Bühnenpartner Hans-Jürgen Schatz (in der Serie "Salto Kommunale" spielt die Vita seine Schwiegermutter) zusammen mit Vitas Pianisten Frank Golischewski vor zwei Jahren zu ihrem 70sten Geburtstag gestellt. Über die Nachricht von der Ordensverleihung fiel die Vita aus allen Wolken: "Warum denn ich? Das kriegen doch sonst immer nur die anderen!" Die Frage konnte ihr Stölzl leutselig-beredt aufs Beste erklären. Er erinnerte an ihre Seeräuber-Jenny, an die "frechen Lieder" der jungen Vita und ihre Zusammenarbeit mit Regisseuren von Brecht bis Fassbinder. "Der Dank des Vaterlandes gilt einer schwer einzuschätzenden Künstlerin", formulierte er und meinte das als Kompliment, denn alles, was man einschätzen kann, sei tendenziell langweilig: "Bei der Hochkunst darf ich schlafen, bei der leichten Kunst muss ich lachen." Die hochgelobte Zwischenkünstlerin freute sich und war so aufgeregt, dass ihr die Namen ihrer Lieblingsregisseure nicht mehr einfielen. Die Kollegen vergaß sie nicht: "Tun Sie was für die Kleinkunst", bat sie Stölzl. Der ist schon dabei: Nach der Ordensverleihung stand ein Treffen mit Lutz Deisinger und Holger Klotzbach von der "Bar jeder Vernunft" auf seinem Terminkalender, wo die Vita ihre größten Erfolge feierte. Thema: Die Produktion der Operette "Frau Luna" und eventuelle Subventionen.

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