Berlin : Doppelt hält besser

Die BVG baut jetzt auf elf U-Bahnhöfen einen zweiten Ausgang

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Elf UBahnhöfe bekommen zukünftig einen zweiten Ausgang. Mit einem halben Jahr Verspätung hat die BVG jetzt begonnen, am ersten, dem U-Bahnhof Viktoria-Luise-Platz an der U 4 (Nollendorfplatz – Innsbrucker Platz), zu bauen. Der Einbau soll rund 1,1 Millionen Euro kosten. Begonnen wird auf der schwach frequentierten U 4, weil der Bau dort verhältnismäßig einfach ist. Der Tunnel liegt nur etwa einen halben Meter unter der Oberfläche.

Zum Bau der zusätzlichen Ausgänge hatte sich die BVG nach dem Brand im Bahnhof Deutsche Oper entschlossen, bei dem im Juli 2000 ein neben der einzigen Treppe brennender Wagen einer U-Bahn den Weg der Fahrgäste ins Freie verhindert hatte. Bei dem Vorhaben unterschätzte man allerdings die Genehmigungsprozedur, was den Baustart verzögerte. Bis zu 20 Genehmigungen sind für den Bau eines neuen Ausgangs erforderlich. Auch Probleme bei der Bewilligung des Geldes, das die Stadtentwicklungsverwaltung bereitstellt, verzögerten, wie berichtet, den Bau. Die Gesamtkosten sind mit 15 Millionen Euro veranschlagt. Um Geld zu sparen, verzichtet die BVG dabei jetzt auf den ursprünglich vorgesehenen Einbau von Aufzügen.

Demnächst erhält neben dem Bahnhof Viktoria-Luise-Platz auch die Station Innsbrucker Platz den zweiten Ausgang. Einfach hatten es die Planer im Bahnhof Rathaus Schöneberg. Dort reichte der Einbau einer Tür in der Glasfront des Bahnhofs als Notausgang. Der Bahnhof überquert hier wie eine Brücke das Fenn und liegt deshalb ebenerdig auf dem Niveau des Stadtparks.

Aufwändiger – und damit teurer – sind vor allem die Umbauten an den Stationen Deutsche Oper, Sophie-Charlotte-Platz und Theoder-Heuss–Platz an der U 2 in Charlottenburg. Hier werden die Arbeiten rund 8 Millionen Euro kosten. Beginnen will die BVG 2003/2004 am Theodor-Heuss-Platz. Auf dem Programm stehen außerdem die Stationen Uhlandstraße (U 15), Schillingstraße (U 5) sowie Konstanzer Straße, Britz-Süd und Rudow an der U 7. kt

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