Berlin : Doppelt so viele Notrufe wie Silvester Polizei verzeichnete

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Um die Sturmschäden zu beseitigen, braucht es Tage, wenn nicht gar Wochen. Der finanzielle Schaden lässt sich noch nicht abschätzen. 2500 Bäume wurden entwurzelt, rund 170 Gebäude und Bauwerke beschädigt. Das ist die vorläufige Bilanz der Feuerwehr, die auch gestern noch den Ausnahmezustand ausgerufen hatte. Insgesamt 1200 Beamte waren im Einsatz, unterstützt von Hilfsorganisationen, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr, die mit einem Räumpanzer anrückte. Die Polizei verzeichnete mehr als 1300 Sturmeinsätze. Bis gegen Mitternacht am Mittwoch gingen bei der Feuerwehr weit über 3000 Notrufe ein. Alle 60 Notrufleitungen waren mehrere Stunden lang belegt. Zum Vergleich: An normalen Tagen muss die Feuerwehr zu durchschnittlich 750 Einsätzen pro Tag ausrücken, zu Silvester sind es 1200 bis 1500. Die Wucht des Unwetters traf die Helfer unvorbereitet. In Wannsee wurden Windgeschwindigkeiten von 152 Stundenkilometern gemessen, in den anderen Stadtteilen fegte der Sturm mit 120 Stundenkilometern durch die Straßen. Zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen mussten vorzeitig abgebrochen werden. Ein 35-Jähriger wurde schwer verletzt, als eine Baracke für Golfer an der Wilmersdorfer Cordesstraße durch die Luft gewirbelt wurde. Er hatte darin Schutz gesucht, wurde aus der Baracke geschleudert und stürzte vier Meter tief. Besonders in Reinickendorf und den angrenzenden Brandenburger Gemeinden entwurzelte der Sturm hunderte von Bäumen. Auch bei der Bahn und auf der Stadtautobahn herrschte Ausnahmezustand. weso

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