Berlin : Draufsatteln zur Buga

Die Bundesgartenschau lässt sich auch bequem mit dem Fahrrad erkunden. Ein paar Tipps für Tagestouren ins Havelland.

von
Blumige Aussichten. Die Bundesgartenschau ist nach dem relativ warmen Wetter so richtig aufgeblüht. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Blumige Aussichten. Die Bundesgartenschau ist nach dem relativ warmen Wetter so richtig aufgeblüht. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Veranstalter der Bundesgartenschau haben sich auch für Radler etwas ausgedacht – 120 Kilometer lang ist die offizielle „Buga-Route“. Allerdings lassen sich wegen der Entfernungen höchstens zwei der fünf Gartenschau-Orte an einem Tag schaffen. Immerhin ist es mit der Eintrittskarte möglich, Brandenburg, Premnitz, Rathenow, Stölln und Havelberg an fünf frei wählbaren Tagen zu besuchen. Deshalb hier ein paar Tipps, wie sich die Buga in Etappen erradeln lässt.

START IN WERDER

Wer zur Buga in der Stadt Brandenburg will, kann in Werder starten, das noch im Tarifgebiet C liegt und wo der Regionalexpress hält. Nach dem nicht ganz so attraktiven Start (in Werder fehlt leider ein Weg am Wasser entlang), erreicht man in Phöben den gut ausgeschilderten Havel-Radweg. Zu 95 Prozent asphaltiert, führt er oft direkt am Wasser entlang, fast völlig autofrei. Diese 35 Kilometer gehören zu den schönsten in Brandenburg. Das geht bis Gollwitz, wo Radlers Traum abrupt zu Ende ist. Es folgen noch neun Kilometer entlang der Bundesstraße 1 bis zum Buga-Eingang. Die Straße –auch das muss gesagt sein – gehört wegen der schlechten Radwege zu den schlimmsten im Land. Dies muss man hinnehmen, wie das Kopfsteinpflaster in der Altstadt Brandenburg.

START IN BRIESELANG

Mit der Kombination Rad und Zug lässt sich auch der zweite große Buga-Ort, Rathenow, in 55 Kilometern erreichen. Start ist wieder der letzte Bahnhof im Tarifgebiet C, dieses Mal Brieselang. Über Bredow (Landstraße) und Nauen (Radweg an der Straße) erreicht man schnell den Havelland-Radweg (der in Spandau startet). Hinter Nauen führt dieser auf die ehemaligen Trasse der „Kreisbahn Rathenow – Senzke – Nauen“. Es geht schnurgerade bis Ribbeck und dort am berühmten Birnbaum vorbei. Bis Pessin wechseln wir auf den Radweg an der Bundesstraße 5, dies spart einige Kilometer Umweg über Paulinenaue. In Pessin geht es wieder auf den Havelland-Radweg, der folgende Abschnitt bis Rathenow gehört ebenfalls zu den landschaftlich schönsten im Land; über Senzke, Kotzen und Stechow geht es über Asphalt durch Alleen oder dichten Wald bis Rathenow. Hier ist wieder Schluss mit dem Vergnügen, die städtischen Radwege sind meist schlecht.

Wer in den Buga-Ort Stölln möchte, muss die Landstraße nutzen. In Senzke geht es weg vom Havelland-Radweg und über Haage, Görne, Klessen (klasse Spielzeugmuseum!) zum Fliegerpark Stölln.

Ohne fahrradtaugliche Anbindung ist Premnitz. Gut fahren lässt sich immerhin die Landstraße, die kurz hinter Selbelang von der B5 abzweigt. Über Möthlow und Marzahne geht es bis Pritzerbe. Weiter geht die Fahrt auf der „Buga-Expressroute“ entlang der B102 bis Premnitz.

START IN BREDDIN

Nach Havelberg in (Sachsen-Anhalt) empfiehlt es sich, den Regionalexpress nach Wittenberge bis Breddin zu nehmen (das außerhalb ABC-Tarifgebiets liegt) Über Landstraßen geht es ins 15 Kilometer entfernte Havelberg. Vom Bahnhof Glöwen nach Havelberg sind es zwar nur acht Kilometer, aber die Fahrt über die Bundesstraße ist unattraktiv.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar