Berlin : Drei Jahre Haft für Schmuggel von Zigaretten

Nach illegalen Geschäften mit insgesamt zwölf Millionen unverzollten Zigaretten sind gestern zwei 28 und 38 Jahre alte Männer zu jeweils drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein dritter Angeklagter, der in zwei der ermittelten 38 Fälle als Kurierfahrer tätig war, erhielt ein Jahr Haft auf Bewährung. Die drei Männer aus Polen und Brandenburg hatten zuvor die Vorwürfe gestanden. Gegen einen mutmaßlichen Haupttäter aus Polen wird der Prozess fortgesetzt. Die Gruppierung verursachte laut Staatsanwaltschaft einen Steuerschaden von insgesamt rund zwei Millionen Euro.

Die Schmuggelware bezogen die Drahtzieher über bislang unbekannte Händler in Polen. „Das Ganze ist ein riesiges Netzwerk“, hatte einer der Angeklagten nach seiner Verhaftung erklärt. In Transportern mit gefälschten Kennzeichen wurden die Zigaretten über die Grenze geschmuggelt und gingen an Zwischenhändler Heiko B. in Oranienburg oder an vietnamesische Händler. Weil er Schulden hatte, sei er der Verlockung schnell verdienten Geldes erlegen, meinte B. vor Gericht. Er soll durch die Taten zwischen Juni und Dezember 2008 rund 20 000 Euro kassiert haben. K. G.

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