Berlin : Drei Jahre Qualität im Vergleich

Stephan-Andreas Casdorff[Lorenz Maroldt (Chefredaktion)]

Transparenz wird im Berliner Gesundheitswesen zu einer guten Tradition. Im dritten Jahr in Folge haben Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin einen Qualitätsvergleich Berliner Krankenhäuser auf den Weg gebracht. Und ebenfalls das dritte Jahr in Folge gewähren die Kliniken Einblicke in die Qualität ihrer täglichen Arbeit. In dieser Zeit intensiver Diskussionen mit den Krankenhäusern ist nach unserem Eindruck das Vertrauensverhältnis noch gewachsen. Allseits anerkannt wird, dass das Redaktionsteam unter Leitung von Ingo Bach die Daten fair und seriös aufbereitet und gleichzeitig dem Informationsanspruch gerecht wird.

Der Klinikführer hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt – und wurde folgerichtig erweitert. Auch dieses Mal hat sich einiges verändert: In den kommenden acht Folgen der Serie werden wir die stationäre Behandlung von 14 Krankheitsbildern detailliert vorstellen, die bisher noch nicht berücksichtigt wurden. Diese Behandlungen werden in Berliner Kliniken jährlich rund 60 000 Mal durchgeführt. Zu den 49 Krankenhäusern, die bisher ihre Daten für den Vergleich zur Verfügung stellten, sind zehn weitere hinzugekommen, besonders Spezialkliniken für Psychiatrie und Altersheilkunde.

Auch zum ersten Mal werden für ausgewählte Abteilungen Angaben zur Personalausstattung dargestellt. Hintergrund ist, dass viele Kliniken unter wachsendem Spardruck stehen und stetig weiter Personal verringern. Beschäftigte klagen über die wachsende Arbeitsbelastung, die bei ihnen zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Und dazu, dass immer weniger Zeit für ein freundliches Gespräch mit den Patienten bleibt. Was bedeutet: Die Möglichkeit, genügend Personal für die Patienten bereitstellen zu können, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal im Krankenhaus.

Für den aktuellen Klinikführer wurden wieder niedergelassene Ärzte und erstmals auch Psychotherapeuten nach ihren Krankenhausempfehlungen befragt. Wie die niedergelassenen Ärzte die Kliniken bewerten, haben wir mit Hilfe des Berliner Iges-Instituts ermittelt. Dabei erhielten wir viel Unterstützung durch die Ärzteverbände und die Psychotherapeutenkammer. Ein besonderer Dank gilt auch Senator a. D. Ulf Fink und Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher.

Stephan-Andreas Casdorff,

Lorenz Maroldt (Chefredaktion)

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