Berlin : Drei Männer aus der Politik sind sportlich unterwegs

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Der Mann sprüht regelrecht vor Energie. Kein Wunder, denn Klaus Haetzel, Chef vom Dienst im Senatspresseamt, verbringt einen Großteil seiner freien Zeit auf dem Sattel seines schicken Rennrads. Selbst zur Arbeit fährt er mit dem Rad, am frühen Morgen braucht er gerade mal 25 Minuten von seinem Zuhause in Lichterfelde bis zum Roten Rathaus. Doch die 14 Kilometer von Steglitz nach Mitte sind nichts im Vergleich zu dem, was sich Haetzel für den 23. August vorgenommen hat: Dann will er beim 1200-Kilometer-Rennen "Paris-Brest-Paris" an den Start gehen. Allerdings nicht allein. Mit dem Wasserbauingenieur Peter Wyhler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz und dem Psychologen Georg Dascher aus Schöneberg werden zwei weitere Berliner Extremsportler in Frankreich dabei sein. Drei Männer, ein Wunsch. Wie kam es dazu? "Wir haben uns im Juni bei einem Qualifikationsrennen über 600 Kilometer kennengelernt", sagt Klaus Haetzel, für den weite Strecken seit 1983 zum Leben gehören. Der 58-Jährige läuft, schwimmt und radelt bei fast jeder Gelegenheit und es steht für ihn längst fest, dass er am 26. September beim Berlin-Marathon an den Start gehen will. Aber erst einmal müssen die drei Berliner von Paris nach Brest und zurück kommen. Peter Wyhler, der beim letzten Rennen im Jahr 1995 schon dabei war, freut sich. "Es kommen 3500 Fahrer aus allen Teilen der Erde. Manche fahren zu sechst Tandem, die Iren kommen mit Dreirädern", sagt er. 1995 brauchten die Spitzengruppe 43 Stunden, gut trainierte Amateure müssen bis zu 80 Stunden einplanen. Klaus Haetzel will es in 50 Stunden schaffen, Peter Wyhler und Georg Dascher legen sich nicht fest. Übrigens: Beim ersten Rennen im Jahr 1891 starteten 90 Fahrer. Der Sieger fuhr ein schmiedeeisernes Ungetüm von Fahrrad und nahm sieben Kilo ab.

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