Berlin : DREI MAL EINS IST EINS

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So attraktiv die drei „Dreist“Damen sind – das lustigste Trio waren wohl die „Drillinge an Bord“ mit Heinz Erhardt. Die Zuschauer sahen den Komiker gleich drei Mal, technische Tricks machten es möglich. Kein Wunder, denn ein dreifacher Erhardt wäre auch äußerst selten gewesen. Während Zwillinge heute drei Prozent aller Neugeborenen in Deutschland ausmachten, stellten Drillinge nur 0,14 Prozent von ihnen dar – immerhin mehr als das Vierfache als 1950. Grund für die steigende Zahl von Drillings- und Mehrlingsgeburten sind in erster Linie die Fortschritte der Medizin, die immer mehr kinderlosen Paaren durch künstlicher Befruchtung zu ihrem Kinderwunsch verhelfen. Dabei werden mehrere Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt, so dass die Wahrscheinlichkeit für Mütter, bei einer künstlichen Befruchtung Mehrlinge auf die Welt zu bringen, bei einem Viertel liegt. In Berlin hat die Zahl der Mehrlingsgeburten zwischen 1993 und 2001 um 38 Prozent zugenommen. 2002 wurden in der Stadt 17 Drillingsgeburten registriert, 1990 waren es nur neun.

Einer Familie ist es gelungen, unwahrscheinliche Leistung gleich doppelt zu schaffen. So wurde 2000 der Fall einer Amerikanerin bekannt, die zum zweiten Mal innerhalb von 20 Monaten Drillinge zur Welt gebracht hatte. Damals hatten die Ärzten erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen oder vom Blitz getroffen zu werden, höher sei.

Eineiige Drillinge, wie die „Dreist“-Schwestern, sind übrigens am seltensten: Auf 10000 Geburten kommen fünf Mal eineiige Drillinge. amf

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