Berlin : Drei rassistische Attacken am Wochenende

Berlin - Binnen weniger Tage hat es in Berlin drei Fälle rassistisch motivierter Angriffe und Beleidigungen gegeben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde ein 19-Jähriger am Sonntagabend gegen 20 Uhr in der U-Bahn-Linie U 8 am Alexanderplatz „volksverhetzend beschimpft und mit einem Messer bedroht“. Der Mann hatte beobachtet, wie zwei Männer einen Mann dunkler Hautfarbe rassistisch beleidigten. Als der 19-jährige Deutsche sich einmischte, richteten die Täter sich gegen ihn. Der eigentlich Angegriffene verließ die U-Bahn. Ein Tatverdächtiger beleidigte laut Polizei den 19-Jährigen und drohte damit, ihn zu erstechen. Als der Mann flüchten wollte, hielt ein zweiter ihn fest. Ein Unbekannter kam dem Angegriffenen in der U-Bahn zu Hilfe und forderte das Duo auf, ihn in Ruhe zu lassen. Beide Täter entkamen.

Ein weiterer Fall hatte sich, wie berichtet, am Sonntagmorgen auf dem U-Bahnhof Neukölln ereignet. Ein Unbekannter beleidigte dort einen 40-Jährigen rassistisch. Der Angreifer habe den aus Kamerun stammenden Mann minutenlang verfolgt und mehrfach den Hitlergruß gezeigt. Der Angreifer flüchtete am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße. Die Polizei will nun die Videoaufnahmen der BVG auswerten.

Am Sonnabend hatte ein 32-Jähriger Koreaner Anzeige bei der Polizei erstattet, nachdem er am Vormittag auf einem Campingplatz in Westend von zwei Frauen fremdenfeindlich beleidigt worden war. Der Beleidigung sei seinen Angaben zufolge ein Streit wegen eines Hundes vorangegangen. Der Staatsschutz ermittelt in allen drei Fällen.Tsp/AFP

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