Berlin : Drei Unfälle mit Polizeiwagen

An einem Abend wurden dabei drei Menschen leicht verletzt

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Innerhalb von nur vier Stunden ereigneten sich am späten Dienstagabend gleich drei Unfälle mit Polizeiautos. Nur in einem Fall fuhr der Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn. Die Streife wollte zu einem Einsatz wegen Sachbeschädigung. Am Fußgängerübergang Unter den Eichen Ecke Limonenstraße übersah die 26jährige Polizistin am Steuer gegen 21.20 Uhr eine 65-Jährige, die bei Grün die Straße überqueren wollte. Die Frau wurde vom rechten Außenspiegel gestreift und leicht verletzt.

Bei den beiden anderen Unfällen hatte die Polizei keine Schuld. Gegen 20.15 Uhr war eine 15-Jährige aus Spandau beim unachtsamen Überqueren der Charlottenburger Chaussee von einem Opel Corsa der Polizei angefahren wurden. Die Jugendliche wurde leicht verletzt. Kurz vor Mitternacht wendete ein angetrunkener 25-Jähriger in der Reichsstraße seinen japanischen Kleinwagen, ohne auf den Verkehr zu achten. Eine Kriminalbeamtin fuhr mit ihrem Opel auf; die 33-Jährige wurde leicht verletzt. Dem 25-Jährigen wurde Blut entnommen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2003 verschuldete die Polizei 514 Verkehrsunfälle, davon passierten 96 bei Fahrten mit Sonderrechten (Martinshorn und Blaulicht). Bei diesen Unfällen wurden in dieser Zeit zwei Menschen getötet und drei (darunter ein Polizist) schwer verletzt. Unter den beiden getöteten Personen ist auch der 24-Jährige, der im Mai bei einer halsbrecherischen Flucht vor der Polizei getötet wurde. Sein 27 Jahre alter Freund hatte ihren Wagen damals frontal gegen eine BMW-Funkstreife gesteuert. Im Herbst war ein Fußgänger beim Überqueren der Straße von einem Polizeiauto erfasst worden. Angesichts der 40 Millionen Kilometer Fahrleistung aller Polizeiautos in Berlin pro Jahr – darunter etwa 80000 „Blaulichtfahrten“ – sei die Zahl der Unfälle gering, hieß es bei der Polizei.

Die Feuerwehr zählte im Jahr 2002 150 Blaulichtunfälle, dabei wurden neun Menschen verletzt. Ha

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