Berlin : Dreifacher Salto mit Netzwerk

Viele Orte, ein Ziel: Empfänge im abendlichen Berlin

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Der dreifache NetworkingSalto gehört zu den abendlichen Berliner Pflichübungen. Um 18 Uhr empfängt der spanische Botschafter Gabriel Busquets aus Anlass des Nationalfeiertags am Tiergarten Gäste wie den Protokollchef des Bundespräsidialamts, Martin Löer , die Moderatorin Sabine Christiansen und Israels Botschafter Shimon Stein . Gedämpfte Gespräche unter Kronleuchtern, Gobelins an den Wänden, im Garten versinkt man im frischen Kies, Sitzgruppen vermitteln eine Ahnung von der Pracht der königlichen Paläste in Madrid. Ob der König mal zu Besuch kommt? Der Botschafter hüllt sich in hoffnungsvolles Schweigen. Derweil nützt Barbara Schmidt vom Diplomaten-Club „Willkommen in Berlin“ die Zeit, neue Mitglieder zu vernetzen.

Die Vize-Leiterin der Commerzbank-Repräsentanz Ilka Hartmann ist weitergeeilt in die Landesvertretung Bremens, wo es um Frauennetzwerke geht. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt redet über Alltagsschwierigkeiten: Wenn es einen schwierigen Job gebe, sagt der Mann „Ich kann das.“ Die Frau sagt: „Ich könnte das, aber das und das spricht dagegen.“ Dann gibt es Werbung für ein neues Netzwerk durch die Neu-Bremerin Ulla Behr-Kinzel . „Geht auch ohne Netzwerk“, sagt Ilka Hartmann. Neben ihrer Karriere hat sie ein Kind zu versorgen.

So geht es auch der Autorin und Philosophieprofessorin Christine Eichel , aber das hindert sie nicht, das späte Stadtflimmern für ihr neues Werk in den spöttischen Blick zu nehmen. Spät abends ist sie im „Meilenwerk“, wo der Kölner Kommunikator Manfred Schmidt für die „Auto Zeitung“ eine Party zwischen Oldtimern gestaltet hat. Den Air-Berlin-Manager Peter Hauptvogel hat es von den Spaniern hierher verschlagen. In Schmidts Team trägt man Knopf im Ohr, um die Suche der Gäste nach bestimmten Gesprächspartnern auf Wunsch abzukürzen. Effizienz ist das oberste Networking-Gebot. Für Männer und Frauen gleichermaßen. Bi

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