Berlin : Dresdner Bahn: Die Pläne werden ausgelegt

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Mit einer Verspätung von fast zwei Jahren werden vom 25. September bis zum 25. Oktober die Pläne für den Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade öffentlich ausgelegt. Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn will am 5. Oktober auf einer Veranstaltung Hinweise geben, wie Betroffene Widerspruch gegen die Pläne einwenden können.

Die Bürgerinitiative will, dass die Gleise für die Fernbahn zumindest im ganzen Ortsteil Lichtenrade in einen Tunnel gelegt werden. Am liebsten wäre es dem Sprecher der Initiative, Boto Mertins, wenn die Röhre bereits am Schichauweg beginnen würde. Die Bahn plant dagegen einen ebenerdigen Ausbau der Strecke, die auch den Airport-Express-Verkehr zum künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld aufnehmen soll.

Nach Ansicht der Bahn handelt es sich bei der Dresdner Bahn um den Wiederaufbau einer bereits einmal vorhandenden Strecke, die nie als Eisenbahnanlage entwidmet worden war. Deshalb sei der ebenerdige Ausbau zulässig. Die Bürgerinitiative argumentiert dagegen, die neuen Gleise für die Fern- und Regionalbahn seien ein Neubau neben der bestehenden S-Bahn. Die Strecke durch Lichtenrade war einst zweigleisig. Fernzüge und S-Bahnen teilten sich die Gleise. In Zukunft soll es zwei Gleise für die Fernbahn und zwei für die S-Bahn geben. Vom Bahnhof Lichtenrade bis Blankenfelde ist zunächst nur ein Gleis für die S-Bahn vorgesehen.

Auch der Senat unterstützt die Tunnellösung. Die Verkehrsverwaltung hatte sich deshalb lange geweigert, die Pläne überhaupt auszulegen. Erst die Überlegung der Bahn, auf den Ausbau der Strecke aus Kostengründen ganz zu verzichten, brachte die Verwaltung dann auf Trab. Bahnchef Hartmut Mehdorn sicherte unterdessen zu, dass die Bahn "kommt, wenn auch der Flughafen kommt".

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