Berlin : DRK: 300 Entlassungen beschlossen - davon 90 Verwaltungsmitarbeiter

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Das Rote Kreuz Berlin will in diesem und im nächsten Jahr 90 von 150 Verwaltungsangestellten in seiner Landesgeschäftsstelle entlassen. Dies wurde im Doppelhaushalt für 2000/2001 vom Landesausschuss bestätigt. Dieser Stellenabbau sei nur ein Posten im Sanierungskonzept des Landesverbandes, sagte DRK-Sprecherin Susanne Arabi gestern gegenüber dem Tagesspiegel. Geplant sei die Einsparung von 300 Stellen.

In welchen Bereichen neben der Verwaltung sie wegfallen sollen, stehe noch nicht fest. Die Unternehmensberatung, Ernst & Young, die das mit 90 Millionen Mark verschuldete Berliner Rote Kreuz betreut, werde in der nächsten Woche Vorschläge dazu machen. Für Stellenkürzungen vorgesehen seien unter anderem die Flüchtlings-, die Jugend- und Familienhilfe, Kindergärten und Krankenhäuser. Einrichtungen schließen wolle das Rote Kreuz nicht. Für die betroffenen Mitarbeiter werde es einen Sozialplan geben, den die Geschäftsführung derzeit mit dem Betriebsrat aushandele.

Die schwere Finanzkrise des DRK-Landesverbands war im Mai bekannt geworden. Wie berichtet, bedrohten Mitte des Monats Liquiditätsprobleme die Auszahlung der Gehälter von rund 1000 Mitarbeitern. Nachdem die Hausbanken sich zunächst geweigert hatten, dem Roten Kreuz weitere Kredite zu gewähren, hatten sie im letzten Moment eingelenkt.

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