• DRK Berlin vor der Pleite: Weit mehr als Rettungshelfer - Das Rote Kreuz bietet vor allem professionelle Sozialarbeit

Berlin : DRK Berlin vor der Pleite: Weit mehr als Rettungshelfer - Das Rote Kreuz bietet vor allem professionelle Sozialarbeit

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Das Rote Kreuz gehört zu den größten Wohlfahrtsverbänden in Berlin. Es bietet nicht nur den klassischen Dienst des ehrenamtlichen Rettungshelfers. Sein Angebot ist weiter gefasst. Die zur Zeit 1200 hauptamtlichen Mitarbeiter des DRK-Landesverbandes und der von ihm unabhängigen Kreisverbände sind auf nahezu allen Feldern professioneller Sozialarbeit tätig. Zum Roten Kreuz gehören zwölf Kitas, Essen auf Rädern, der Hausnotruf, psychiatrische Krankenstationen, Pflegeheime für Senioren sowie Wohnheime für Flüchtlinge, Kinder und Obdachlose.

Tätig ist das Rote Kreuz auch in der ambulanten Krankenpflege und bei Rettungstransporten. Hier engagiert sich ein Teil der 3000 Ehrenamtlichen, die überwiegend zu den zehn Kreisverbänden gehören. Die Kassen der Kreise sehen noch etwas besser aus als beim Landesverband, doch sie sind gleichfalls bedroht. Bisher meldeten nur der Landesverband und der DRK-Kreis Wilmersdorf / Schöneberg Insolvenz an.

Als unabhängiges Kontrollorgan gilt seit den Nachkriegsjahren das ehrenamtliche DRK-Präsidium. Es sollte die menschlichen Aspekte gegenüber der Geschäfstführung betonen. Doch inzwischen muss es das Management auch kaufmännisch überwachen und war damit aus der Sicht von Kritikern oft überfordert. Nur wenige Wirtschaftsexperten zeigten sich bereit, aus reiner Nächstenliebe ihre Kompetenz einzubringen.

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