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Drohung an Hellersdorfer Problemschule : An Mozartschule wird morgen wieder unterrichtet

Nachdem „Anschlag 25.04. Ahllahu akbar“ (Allah ist groß) an die Mozartschule geschmiert wurde, fiel der Unterricht am Montag aus. Am Dienstag sollen Polizei und Schulpsychologen mit den Schülern sprechen.

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Auf die Turnhalle der Mozartschule wurde „Anschlag 25.4. Ahllahu akbar“ (Allah ist groß) geschmiert.
Auf die Turnhalle der Mozartschule wurde „Anschlag 25.4. Ahllahu akbar“ (Allah ist groß) geschmiert.Foto: Privat

Die Hellersdorfer Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule bleibt aufgrund einer Drohung am Montag geschlossen. Alle Schüler wurden aufgefordert zu Hause zu bleiben. Der Grund: Auf die Turnhalle wurde „Anschlag 25.04. Ahllahu akbar“ (Allah ist groß) geschmiert. Die falsche Schreibweise (es müsste „Allahu“ heißen) nährt die Vermutung, dass es sich um einen Fake – womöglich aus der rechten Ecke – handelt. 

Am morgigen Dienstag müssen die Schüler aber wieder in die Schule kommen, der reguläre Schulbetrieb wird wieder aufgenommen. Schulleiter Gerald Miebs werde "intensiv mit der Schülerschaft, dem Kollegium und den Eltern reden", sagte eine Sprecherin der Bildungsverwaltung. Auch Schulpsychologen und Polizei sollen hinzugezogen werden. Unter anderem soll es um die Frage gehen, wo die Grenzen von Scherzen seien und welche rechtlichen Konsequenzen drohen.

Der Schulleiter sei am Sonntag telefonisch vom Landeskriminalamt informiert worden, sagte die Sprecherin. Der Schulleiter entschied sich dann, die Schule am Montag zu schließen. Gesamtelternsprecher Francesco Malo sagte: „Es ist richtig, dass die Schule geschlossen bleibt, selbst wenn das Risiko nur sehr klein ist.“

Die Gemeinschaftsschule war im Januar durch einen Brandbrief der Eltern bekannt geworden. Sie beklagten, dass es in etlichen Schulklassen Probleme mit Gewaltvorkommnissen und Disziplinlosigkeit gab. Daraufhin wurde kommissarisch der Schulleiter der Neuköllner Walter-Gropius-Schule, Gerald Miebs, eingesetzt.

Nach Elternangaben hat sich die Lage an der Schule seither schon erheblich verbessert. Allerdings fordern sie einen Wachschutz oder einen hohen Zaun, weil ehemalige Schüler immer wieder auftauchen, Unfrieden stiften und sogar gegenüber Lehrern gewalttätig werden. Vom Wachschutz nach Neuköllner Vorbild wollten die Behörden nichts wissen, aber die Errichtung eines hohen Zaunes werde „wohlwollend geprüft“, habe Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) beim letzten Runden Tisch zugesagt, berichtete Gesamtelternsprecher Malo am Sonntag.

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