DRUCK reif : DRUCK reif

„Es ist keine Komödie,

es war eine Tragödie

und ist es heute noch.“

Christel Hoffmann, Gesamtbetriebsratschefin der Drogeriemarktkette Schlecker, ist entsetzt über eine geplante Fernsehkomödie über das Ende des Unternehmens. „Wenn eine Komödie gedreht wird, dann ist das der Gipfel der Geschmacklosigkeit“, sagte Hoffmann am Dienstag. Sie ist bei der Abwicklung noch für die Schlecker-Insolvenzverwaltung tätig. Die Produktionsfirma Ufa hatte am Montag mitgeteilt, dass für den Privatsender RTL eine Komödie mit dem Titel „Die Schleckerfrauen“ gedreht werden soll. „Ich weiß nicht, ob die ganze Republik darüber schmunzeln möchte,

dass 25 000 Menschen die Existenz unter den Füßen weggezogen wurde“, sagte Hoffmann. Anfragen der Produktionsfirma bei der Schlecker-Insolvenzverwaltung für Hintergrundinformationen habe es bisher nicht gegeben, sagte ein Sprecher. Zur Komödie könne er sich nicht äußern, da er den Inhalt nicht kenne. Produzent Nico Hofmann will der Ufa zufolge den Überlebenskampf von fünf Mitarbeiterinnen erzählen, deren Filiale in Moabit geschlossen werden soll. Schauspielerin Katharina Thalbach spielt mit.

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