• Durch die Schluchten des Balkans Wie der „Freund der Türken“ Beckstein und Hürriyet reisenden Türken helfen

Berlin : Durch die Schluchten des Balkans Wie der „Freund der Türken“ Beckstein und Hürriyet reisenden Türken helfen

Suzan Gülfirat

Die Hürriyet hat in der Nähe der serbischen Stadt Niš eine „Hürriyet-Station“, weil türkische Reisende immer wieder von Überfällen und Schikane durch Polizisten in Balkanländern erzählen. Tatsächlich halten an dieser Raststätte Reisende an und klagen ihr Leid. Die Mitarbeiter helfen, wo sie können, berichtet die Hürriyet regelmäßig. In diesem Jahr haben die reisenden Türken einen Schutzpatron dazu- bekommen. Er heißt Günther Beckstein und ist Innenminister von Bayern. „Wer in Not geraten ist, soll sich an mich wenden“, sagte er der Hürriyet und am vergangenen Freitag der Tageszeitung Türkiye. Der Politiker meint damit die Überfälle und nicht die vergessenen Vignetten, Grünen Karten und Pässe. Er machte in dem Gespräch mit der Türkiye die Sicherheit der Reisenden (mit deutschem Pass) sogar zu einem Kriterium für die Aufnahme in die EU. Auch während einer Konferenz in der Hauptstadt Sofia zum Thema internationale Sicherheit sprach er den bulgarischen Innenminister auf dieses Problem an. Kein Wunder, dass die türkischen Zeitungen den CSU-Politiker „Freund der Türken“ nennen.

Es sind zum Teil dramatische Geschichten, die Reisende Hürriyet erzählen. Am schlimmsten traf es die Familie Koç aus Berlin. Bei einem Unfall in der Provinz Sremska Mitrovica in Serbien, ist der 61-jährige Vater Ali, der am Steuer saß, ums Leben gekommen. Von den drei Kindern im Alter von 27, 17 und 15 Jahren schwebt eines in Lebensgefahr. Die anderen beiden liegen schwer verletzt im Krankenhaus, berichtete das türkische Blatt am Dienstag. „Die Übermüdung tötete ihn“, schrieb die Zeitung zu dieser Meldung auf der Reiseseite.

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