• Durchbruch bei Tarifverhandlungen: BVG-Mitarbeiter bekommen mehr Geld - Streik abgewendet

Durchbruch bei Tarifverhandlungen : BVG-Mitarbeiter bekommen mehr Geld - Streik abgewendet

Nachdem sich die Tarifverhandlungen bei der BVG schon seit Monaten hinzogen, ist nun ein Durchbruch gelungen: 4,8 Prozent mehr Geld für 13 000 Mitarbeiter - und ein Streik bei Bus und Bahnen fällt aus.

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Die Verhandlungsführer Frank Bäsler, verdi, und Claudia Pfeiffer, Geschäftsführerin des Kommunaler Arbeitgeberverbandes (KAV), informieren über die Ergebnisse der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der BVG.
Die Verhandlungsführer Frank Bäsler, verdi, und Claudia Pfeiffer, Geschäftsführerin des Kommunaler Arbeitgeberverbandes (KAV),...Foto: dpa

Nachdem sich die Tarifverhandlungen bei der BVG schon seit Monaten hinzogen, ist in der Nacht zu Mittwoch nach einer 13-stündigen Verhandlung ein Durchbruch gelungen und eine weitgehende Einigung erzielt worden. Ein Streik bei Bus und Bahnen ist damit abgewendet worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV), der für die Verkehrsbetriebe die Verhandlungen führte, einigten sich auf Lohnerhöhungen nach einem Stufenplan in einem Gesamtvolumen von 4,77 Prozent.

Demnach sollen die rund 13 000 Beschäftigten der BVG und ihrer Fahrdiensttochter Berlin Transport ab Juli ein Prozent mehr Geld bekommen. Von Januar 2014 an gibt es weitere 2,2 Prozent und von Januar 2015 zusätzliche 1,5 Prozent. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten Außerdem wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigung bis zum Jahr 2025 vereinbart. Für diese Regelung ist es noch notwendig, dass das Land Berlin als Eigentümer der BVG den Verkehrsvertrag über 2020 hinaus verlängert.

KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer sprach von einem Kompromiss, der unter schwierigen Bedingungen erzielt worden sei. Zudem habe man sich darauf geeinigt, dass in der Zukunft Tarifverhandlungen durch „abgespeckte Rituale“ einfacher werden sollen. Man wolle künftig berücksichtigen, wie die Beschäftigten am besten von positiven Unternehmensentwicklungen profitieren könne. Über die Modalitäten müsse man sich noch verständigen. Auch Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler zeigte sich zufrieden: „Die Beschäftigten können gut damit leben.“ Weiter verhandeln müssen Verdi und KAV über Einzelheiten des Manteltarifvertrags, der bis 2018 laufen soll. Offen ist eine Regelung über die Höhe des Urlaubs. Hier sind beide Parteien im Zugzwang, da das Bundesarbeitsgericht die derzeitige Regelung gekippt hat. Laut BVG-Personalvorstand Lothar Zweininger liegen die Personalkosten bei der BVG bei knapp 500 Millionen Euro. Die Gehaltserhöhung wird rund 24 Millionen Euro kosten.

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