Berlin : Durchgeboxt in Eberswalde

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Ein „bisschen geschockt“ war Regisseurin Catharina Deus schon, als sie voriges Jahr von Clint Eastwoods Frauenbox-Film „Million Dollar Baby“ erfuhr. Zu dem Zeitpunkt hatte sie ihren eigenen Film „Die Boxerin“ nämlich schon abgedreht – und auch der handelt von einer jungen Frau, die mit Fäusten Karriere machen will. Egal: Bei der Deutschlandpremiere am Mittwochabend im Neuköllner Karli Kinocenter gab es viel Lob und Applaus. „Schließlich hat unser Film nur ganz vordergründig dasselbe Thema“, sagte Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel . Weil Catharina Deus bis vor Kurzem an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studiert hat und „Die Boxerin“ eigentlich ihr Abschlussfilm ist, stand dem Team nur ein Bruchteil des Budgets von „Million Dollar Baby“ zur Verfügung. Und noch einen Unterschied gibt es: Gedreht wurde nicht in den USA, sondern im brandenburgischen Eberswalde. „Tolle Produktionsbedingungen“ gebe es da, findet Deus, und hilfsbereite Einwohner, die auch schon mal am Straßenrand stehen und nach einer gelungenen Szene applaudieren. In Städten wie Berlin sei so etwas undenkbar, sagt Wackernagel: „Da beschweren sich doch inzwischen alle, wenn ein Filmteam schon wieder eine Straße absperrt.“ sle

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